Willy meint: Narhallamarsch - Stimmungskanone in der Lokalredaktion
Stimmungsmacher sind in Deutschland üblicherweise ab dem 11.11. bis Fassenachtsdienstag gut beschäftigt. Dadenach bereite sie sich uff die nächste Kampagne vor. In Görlitz is des anners. Da werd des ganze Jahr Stimmung gemacht. Immer unnerstützt oder forciert von der Lokalredaktion der örtlichen Kaufzeitung. Egal was passiert, aaner ist immer schuld: Der Oberbürgermeister.
Des mag dadran liegen, des in der Görlitzer Grenzregion des kompetente Fachpersonal knapp ist, wie viele Arbeitgeber immer widder betone. Es kann abber auch sei, des die Sicht einiger Lokalschreiber einfach nur von keinerlei Sachkenntnis getrübt ist, odder sie des Volk für dumm verkaafe wolle. Qualitätsjournalismus für Noobs.
Mache Sie sich selbst Ihr Bild:
Des Görlitzer Klinikum will die Urulogie ausbaue. Dadefür nimmt der Chef des Klinikums den Chefarzt vom Görlitzer Caroluskrankenhaus unner Vertrag. Im Gechezuch holt des Carolus sich den Urologie-Chefarzt vom Klinikum. Und zum Jahresanfang unnerschreibt fast die ganze Klinikum-Urologie beim Carolus. Natürlich ist des ein Thema für die Lokalpresse. Des Carolus hat 130 Betten, des Klinikum 600. Da werd es eng, wenn mer Prostataprobleme hat. Abber Klinikumchef René Bostelaar sieht kein Problem in dem geschlossene Wechsel.
Wenn des Stück im Fernseher laafe würd, dann würd mei Lisbeth schon nach zehn Minute zu Doktor House umschalte. Weil lächerlich ebe ned unbedingt aach lustisch ist. Des muss dem SZ-Lokalredakteur aach uffgefalle sei. Prompt hat er versucht sein Beitrach noch etwas zu würze:
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St. Carolus landet Coup im Klinikstreit ... Zitat: SZ - Sächsische Zeitung |
Des ist etwa so sinnvoll, wie en Teelöffel Terpentin in den Frühstückskaffee zu mache, weil eim die Milch ausgegange ist. Wer sich aach nur ewwes informiert hat, der kennt die Einflußmöglichkeite des Oberbürgermeisters auf den Geschäftsbetrieb des Klinikums. Der hat keine unterstellte Weisungsbefugnis.
Narhallamarsch...
Übrigens kann mer des problemlos hinnerfraache oder bei FAKTuell nachlese:
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Jetzt will man Ihnen die Verantwortung für diese Personalentscheidungen zuschieben. Tragen Sie die Verantwortung?
Das Problem liegt aber auf einer ganz anderen Ebene. Seit befristete Arbeitsverträge abgeschlossen werden, weil man Arbeit und Personalkosten nur über einen gewissen Zeitraum als gesichert betrachtet, hat sich natürlich die Situation der betroffenen Arbeitnehmer nicht wirklich verbessert. Der Faktor Sicherheit, den ein unbefristeter Arbeitsplatz bietet, der entfällt. Aber ohne diese befristeten Arbeitsplätze, blieben die zeitlich begrenzten Jobs ganz vom Markt. Arbeitsspitzen würden dann mit Überstunden bewältigt. Das wäre auch keine befriedigende Lösung. -- |
Nur ned uffhetze lasse
meint
Ihne Ihrn
Willy
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