FAKTuell-Archiv
über diese Seiten gelangen Sie zu
allen Artikeln des Zeitraums
10/1998 bis 3.03.2006.
Zum 6. März 2006 hat FAKTuell aus
technischen Gründen
auf ein neues Redaktionssystem umgestellt, in dem Sie
alle Artikel ab 6.03.2006 finden.
Ihr
FAKTuell-Team
Zur aktuellen
Berichterstattung:
Hier
:::
Welt-News * Freitag 3. März 2006 :::
WeltNews *
©FAKTuell * CvD
Ausnahmezustand aufgehoben -
die politisch angeschlagene philippinische Präsidentin
Gloria Macapagal Arroyo hat nach einer Woche den
Ausnahmezustand aufgehoben. Arroyo sagte, die Verschwörung
sei niedergeschlagen. Sie vertraue darauf, dass die Ordnung
zurückgekehrt sei. Die Präsidentin hatte die Maßnahme nach
einem angeblichen Umsturzversuch am Freitag der vergangenen
Woche über das Land verhängt.
***
Hamas-Delegation in Moskau -
die Führung der Palästinenser-Bewegung Hamas ist auf
Einladung von Präsident Wladimir Putin zu Gesprächen in
Moskau eingetroffen. Der Hamas-Anführer im Exil, Chaled
Maschaal, bekräftigte bei der Ankunft die harte Haltung
seiner Organisation gegenüber Israel. Die
Palästinenser-Bewegung strebt eine Zerstörung Israels an.
Moskau hofft, mäßigend auf die Hamas einwirken zu können.
***
Palästinenser erschossen -
israelische Soldaten haben in Nablus im Westjordanland einen
jungen Palästinenser getötet. Ein Krankenhaus und Anwohner
erklärten, der Jugendliche habe am frühen Morgen in einem
Flüchtlingslager Steine auf Soldaten geworfen, die dann
geschossen hätten. Dagegen sagte eine Armeesprecherin in Tel
Aviv, die Soldaten hätten auf einem Hausdach einen
bewaffneten Palästinenser entdeckt und diesen mit einem
Schuss getroffen.
***
Bundeswehreinsatz beendet -
zweieinhalb Wochen nach dem angeblichen ersten
Vogelgrippe-Nachweis auf der Insel Rügen wird die
Bundeswehr morgen vollständig von der Insel abgezogen. Der
Katastrophenalarm wird aber vorerst nicht aufgehoben.
Lesetipp:
Traumziel Rügen oder:
Schwäne knutschen verboten
***
Geflügelwirtschaft mit
Millionenverlust -
angesichts der sogenannten Vogelgrippe klagt sie über einen
Nachfragerückgang seit Herbst von bis zu 20 Prozent. Der
Verlust liege bei 143 Millionen Euro.
Lesetipp:
Dr. Lanka - Vogelgrippe, H5N1...
***
Verschärfte Schutzmaßnahmen -
die verschärften Schutzmaßnahmen gegen die angebliche
Vogelgrippe treten an diesem Wochenende offiziell in Kraft.
Dann müssen in einem Umkreis von zehn Kilometern um
Vogelgrippe-Fundorte Hunde an die Leine genommen werden,
auch Katzen dürfen nicht mehr frei herumlaufen. Im engeren
Umkreis von drei Kilometern gilt nach der Bundesverordnung
ein Stallverbot für Fremde. Die Sperrmaßnahmen am
Seuchenherd auf Rügen um die Wittower Fähre werden
aufgehoben.
Vogelgrippe: Nachgefragt: Dr. Lanka - wie ist das mit den Viren?
***
NEU: Willy meint... (Arschkriecher.de)
Podcast: FAKTuell-Ohrensache
-
Sie können FAKTuell-Beiträge auch auf Ihrem Rechner
oder unterwegs auf Ihrem MP3-Player hören:
Podcast-Service:
http://www.podcastprofi.de
***
Direkt jetzt anhören:
Zwei Beiträge von FAKTuell-Ohrensache als
Windows-WMA-Stream:
AIDS -
ist alles ganz anders?
BATZA
- Der Liedermacher der Lausitz
Wer lieber hört als liest, der ist mit diesem
kostenlosen
Service bestens bedient. Wie es geht, und wo Sie die
kostenlose Software für RSS und Podcast-Angebote
bekommen, lesen Sie
HIER!
***
|
Chaos in Bayern -
starke Schneefälle haben auf Autobahnen und Fernstraßen im
Süden und Südwesten Deutschlands zu chaotischen
Verhältnissen geführt. Die Autobahn München Richtung
Stuttgart war bei Zusmarshausen durch Bergungsarbeiten
blockiert. Auf der Autobahn in Richtung Regensburg
behinderte im Abschnitt Holledau ein quer stehender
Lastwagen den Verkehr. Im Rhein-Main-Gebiet verwandelte
Schnee- und Eisregen die Straßen in Rutschbahnen. Auch der
Flugverkehr war behindert. Auf dem Frankfurter Flughafen
mussten am Morgen rund 100 Starts und Landungen gestrichen
werden.
***
Keine Süßigkeiten -
an den britischen Schulen sollen vom kommenden Schuljahr an
keine Süßigkeiten und Soft-Drinks mehr verkauft werden
dürfen. Mit der neuen Richtlinie soll die zunehmende
Fettleibigkeit von Kindern bekämpft werden. Nach den
jüngsten Zahlen leidet mehr als ein Viertel der britischen
Schulkinder an Übergewicht.
***
Keine Einigung -
die Europäische Union und Iran haben bei einem Gespräch über
das Teheraner Atomprogramm in Wien keine Einigung erzielt.
Die EU sei weiterhin zu Verhandlungen mit Teheran bereit.
Voraussetzung sei allerdings die Bereitschaft Irans, alle
Aktivitäten im Zusammenhang mit der Urananreicherung zu
stoppen.
***
Aufruf an Arbeitgeber -
Ver.di-Chef Frank Bsirske hat die Arbeitgeber des
öffentlichen Dienstes aufgefordert, schnell an den
Verhandlungstisch zurückzukehren. Sie sollten sich um einen
tragfähigen Kompromiss bemühen. Die Gewerkschaft will vor
allem den Erhalt der 38,5-Stunden-Woche durchsetzen. Ein
neues Spitzengespräch auf Länderebene ist für kommenden
Freitag geplant. Gestern hatten in mehreren Ländern etwa
30.000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes die Arbeit
niedergelegt.
***
Bordkarte zum Ausdrucken -
die Deutsche Lufthansa will im Sommer auf innerdeutschen
Flügen eine Bordkarte einführen, die man am heimischen
Computer ausdrucken kann. Mit der neuen Bordkarte kann der
Fluggast direkt zur Sicherheitskontrolle gehen. An einem
Lesegerät am Gate erhält er seinen Sitzplatzabschnitt.
***
Urteil in Hanoi -
der britische Altrocker Gary Glitter ist von einem
vietnamesischen Gericht zu drei Jahren Haft wegen
Kindesmissbrauchs verurteilt worden. Der 61jährige kam mit
der Mindeststrafe davon. Der Richter Hoang Thanh Tung
begründete dies mit Kompensationszahlungen an die Opfer.
Glitter hatte vor dem zweitägigen Prozess den Familien der
beiden betroffenen Mädchen jeweils 2.000 Dollar gezahlt.
***
Dementi des BND -
der deutsche Verbindungsmann beim US-Hauptquartier in Katar
hat während des Irak-Krieges laut BND keine Informationen an
die Amerikaner weitergegeben. Nach Angaben der New York
Times soll der Kontaktmann in Katar dagegen an die
Amerikaner berichtet haben. Das wurde bislang von der
Bundesregierung vehement dementiert.
***
Baby hat gelebt -
das Baby, dessen Leiche gestern in einer Müllsortieranlage
im nordfriesischen Ahrenshöft gefunden worden ist, hat nach
der Geburt noch gelebt.
Nach ersten Untersuchungsergebnissen ist das neugeborene
Mädchen voll ausgetragen gewesen, so die Flensburger
Staatsanwaltschaft. Mitarbeiter der Müllsortieranlage hatten
das tote Baby zwischen Pappe und Altpapier entdeckt.
***
Tod nach Kopfschuss -
der 68 Jahre alte Türke aus Rheda-Wiedenbrück bei Gütersloh,
der mit einem Kopfschuss vor einer Moschee lebensgefährlich
verletzt worden war, ist tot. Er starb gestern Abend. Der
Tathergang ist weiter unklar, der Täter unbekannt. Der
Geistliche der Moschee hatte den 68jährigen am Mittwoch vor
dem Gotteshaus gefunden.
***
Blutbad bei Bagdad -
Extremisten haben vor einem Kraftwerk in der irakischen
Kleinstadt Nahrawan 25 Schiiten getötet. In Bagdad gilt
erneut ein Fahrverbot, um nach den Freitagsgebeten weiterer
Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten vorzubeugen.
***
Urteil in Kassel -
der Kannibalen-Film Rotenburg darf nicht in den deutschen
Kinos gezeigt werden. Das hat das Oberlandesgericht
Frankfurt entschieden. Die Persönlichkeitsrechte des
Verurteilten wiegen demnach schwerer als die Kunst- und
Filmfreiheit. Obwohl Armin Meiwes mit seiner beispiellosen
Tat ein großes Medieninteresse hervorgerufen habe, bedeute
dies nicht, dass er sich zum Gegenstand eines Horrorfilms
machen lassen müsse.
***
Borg verkauft Pokale -
der fünfmalige Wimbledon-Gewinner Björn Borg aus Schweden
will wegen angeblich akuter Geldprobleme alle Siegerpokale
von dem Londoner Grand-Slam-Tennisturnier verkaufen. Borg
sagte der Zeitung Aftonbladet, er brauche langfristig
finanzielle Sicherheit.
***
Sozialtarifvertrag für AEG-Werk -
der Sozialtarifvertrag für das AEG-Werk Nürnberg ist unter
Dach und Fach. Vertreter von IG Metall und Electrolux haben
die Vereinbarung am Morgen unterschrieben, teilte ein
Sprecher der IG Metall mit. Stimmen die Beschäftigten zu,
kann ab Mittwoch wieder gearbeitet werden. Das Werk wird
seit sechs Wochen bestreikt.
***
Weitere Anklage -
nach dem Raub von umgerechnet 78 Millionen Euro aus einem
englischen Geldlager ist Anklage gegen ein weiteres
mutmaßliches Mitglied der Diebesbande erhoben worden. Der
24jährige soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden.
Damit sind eineinhalb Wochen nach dem größten Geldraub in
der britischen Geschichte drei Männer und eine Frau hinter
Gittern.
***
Unfall auf der A 2 -
nach einem LKW-Unfall in der Nacht ist die Autobahn A 2 bei
Hannover in Richtung Berlin weiterhin voll gesperrt. Ein
Gefahrguttransport hat nahe der Rasstätte Garbsen insgesamt
300 Liter Farben, Lacke und Lösungsmittel verloren. Wegen
der Explosionsgefahr des Gemischs bedeckte die Feuerwehr die
Autobahn mit einem Schaumteppich. Die Säuberung des
Straßenbelags dauert an.
***
Keine Entschädigung -
Deutschland muss für Kriegsverbrechen des Naziregimes keinen
Schadensersatz an Hinterbliebene zahlen. Eine Klage von vier
Griechen wurde vom Bundes-verfassungsgericht nicht zu einer
Entscheidung angenommen.
Eine gegen die Bundesrepublik Deutschland im September 1995
eingereichte Klage der Beschwerdeführer auf Schadensersatz
blieb vor dem Landgericht, dem Oberlandesgericht und dem
Bundesgerichtshof erfolglos. Demgegenüber hatte in einem in
Griechenland geführten Parallelverfahren, an dem unter
anderem die Beschwerdeführer beteiligt waren, das zuständige
Landgericht Livadeia im Oktober 1997 entschieden, dass die
wegen desselben Sachverhalts geltend gemachten
Schadensersatzansprüche begründet seien. Der
Bundesgerichtshof hat eine Bindung an das Urteil des
griechischen Landgerichts Livadeia abgelehnt.
Nach geltendem Völkerrecht kann ein Staat Befreiung von der
Gerichtsbarkeit eines anderen Staates beanspruchen, soweit
es – wie hier – um die Beurteilung seines hoheitlichen
Verhaltens geht. Die Beschwerdeführer hätten weder
völkerrechtliche noch amtshaftungs- oder
aufopferungsrechtliche Ersatz- und Entschädigungsansprüche.
Art. 3 des IV. Haager Abkommens, wonach eine Kriegspartei im
Falle eines Verstoßes gegen die Haager Landkriegsordnung
grundsätzlich zum Schadensersatz verpflichtet sei, begründe
keinen individuellen Entschädigungsanspruch. Die Eltern der
Kläger waren 1944 im Zuge einer Vergeltungsaktion in Distomo
von der SS erschossen worden. Insgesamt töteten die
Deutschen zwischen 200 und 300 Dorfbewohner, darunter vor
allem alte Menschen, Frauen und Kinder. Das Dorf wurde
niedergebrannt.
Az.: 2 BvR 1476/03
***
Lokal-News
-
Aktuelle News
|