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FrauenFussballAm neunten Bundesligaspieltag gelangen dem 1.FFC Frankfurt und dem SC 07 Bad Neuenahr Kantersiege auf fremden Platz. Auch Bayer Leverkusen siegte deutlich vor heimischer Kulisse gegen Mitaufsteiger Herford und konnte die Abstiegsränge wieder verlassen.
Fast schon erwartungsgemäß gelang dem VfL Wolfsburg ein Heimsieg über den FCR Duisburg. Damit konnten die Wölfinnen gegen alle drei Topteams im deutschen Frauenfußball gewinnen, während sie bei Mannschaften der unteren Tabellenhälfte oft Niederlagen kassierten.

Der zu Saisonbeginn bisweilen als Geheimfavorit gehandelte VfL ist derzeit Wundertüte und Favoritenschreck der Liga. Etwas glücklich und dank eines Doppelpacks von Martina Müller siegten die Wolfsburgerinnen gegen das stark ersatzgeschwächte Team aus Duisburg mit 3-2.

Neben den Dauerverletzten Annike Krahn, Mirte Roelvink, Linda Bresonik, Marina Hegering und Hasret Kayikci fielen kurz vor dem Spiel gegen Wolfsburg auch noch Mandy Islacker und Marina Himmighofen aus.

Die Duisburgerinnen waren während der gesamten Partie die spielbestimmende Mannschaft, konnten jedoch gute Torgelegenheiten nicht nutzen und mussten dreimal einem Rückstand hinterher laufen. Nach knapp einer halben Stunde hatte Müller Wolfsburg erstmals in Führung gebracht. Nur vier Minuten später gelang Kozue Ando zwar der Ausgleich für den FCR, doch kurz vor der Pause traf Zsanett Jakabfi erneut für die Wölfinnen.

In der zweiten Hälfte gelang Duisburg erst in der 78. Minute nach einem Bilderbuch-Angriff durch Inka Grings der erneute Ausgleich. Doch fast im Gegenzug folgte die prompte Antwort des VfL durch Müller mit ihrem zweiten Tor in der Partie. Nach einem lang in die Spitze geschlagenen Freistoß hob die Nationalstürmerin den Ball über die heraus gerückte Keeperin Ursula Holl ins Duisburger Tor. Den dritten Rückstand im Spiel konnten die Duisburgerinnen nicht mehr egalisieren.

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge konnte sich Wolfsburg damit wieder über ein Erfolgserlebnis freuen. Duisburg verliert dagegen vorläufig den Anschluss an die Tabellenspitze. Sowohl Tabellenführer Potsdam, als auch Verfolger Frankfurt gewannen ihre Partien. Während sich der Deutsche Meister beim 1. FC Saarbrücken zu einem 2-0 Erfolg mühte und damit die Spitzenposition behauptete, überrollte der FFC die SG Essen-Schönebeck mit 8-0.

Für den Rekordmeister trafen Conny Pohlers dreimal, Kerstin Garefrekes und Birgit Prinz jeweils zweimal, sowie Jessica Landström mit ihrem ersten Bundesliga-Tor. Für Turbine war Nadine Keßler gegen ihren Ex-Club aus Saarbrücken per Doppelpack erfolgreich. Ebenfalls unter die Räder kam der USV Jena gegen Bad Neuenahr. Nach dem zuletzt schwächeren Auftritt gegen den FCR Duisburg präsentierten sich die Kurstädterinnen am gestrigen Sonntag in Torlaune. Drei Tore erzielte Celia Okoyino Da Mbabi, zweimal traf Peggy Kuznik. Außerdem waren Nicole Rolser und Lena Goeßling für den SC erfolgreich.

Von den teils hohen Niederlagen der Konkurrenz profitierte Liga-Neuling Leverkusen. Mit einem deutlichen 5-1 Erfolg gegen den Mitaufsteiger Herforder SV schob sich die Werkself vorerst auf den achten Tabellenrang vor. Für die Herforderinnen wird die Luft dagegen immer enger. Nach neun Spielen steht das Team noch immer ohne Punkte auf dem letzten Tabellenplatz und ist inzwischen neun Zähler vom rettenden Ufer entfernt.

Gegen den aggressiv und offensiv aufspielenden HSV tat sich Leverkusen besonders in der ersten Halbzeit jedoch schwer und brauchte einiges Glück, um den eigenen Kasten sauber zu halten und bis zur Pause mit 2-0 in Führung zu gehen. Die frühe Führung nach bereits sechs Minuten durch Lena Steinbach kam der Werkself dabei entgegen. Zehn Minuten vor der Halbzeit erhöhte schließlich Shelley Thompson und brachte Herford einmal mehr auf die Verliererstraße.

In der zweiten Hälfte gelang Marith Prießen nach etwas über einer Stunde das vorentscheidende 3-0. Ein Freistoß der U20-Nationalspielerin aus 40 Metern senkte sich über Frau und Maus hinweg ins Herforder Gehäuse. Das 4-0 war schließlich eine Eigenproduktion des Leverkusener Nachwuchses. Nach einen Zuckerpass der 17-jährigen Laura Eßer erzielte die gleichaltrige U17-Nationalspielerin Natalie Moik ihr erstes Bundesliga-Tor. Zum kurzzeitigen 5-0 traf erneut Shelley Thompson, ehe zwei Minuten später Laura Feiersinger der Ehrentreffer für die Gäste aus Herford gelang.

Mit nun zehn Punkten hat Leverkusen jedoch nur einen Zähler mehr als Saarbrücken und Essen, sowie zwei mehr als Jena, das erneut auf einen Abstiegsrang abrutscht. Mit vier Punkten vor der Werkself führt der Hamburger SV die untere Tabellenhälfte weiterhin an. Die Hamburgerinnen schafften mit einem Heimsieg gegen Bayern München das, was Leverkusen vor zwei Wochen nicht gelungen war. Durch einem 2-1 Erfolg feiern die Hanseatinnen ihren dritten Sieg in Folge und halten weiterhin Anschluss an Mannschaften wie Bad Neuenahr, Wolfsburg, Bayern und sogar den FCR Duisburg, von dem sie mittlerweile lediglich drei Punkte trennen.

Obwohl München zunächst noch durch Sarah Puntigam in Führung gegangen war, drehte der HSV in der zweiten Hälfte durch Tore von Aferdita Kameraj und Ana Maria Crnogorcevic das Spiel zu seinen Gunsten und fügte den Bayern die dritte Saisonniederlage zu. Dennoch bleibt München nach neun Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz, verliert aber ebenso den Anschluss an die Tabellenspitze, an der sich Frankfurt und Potsdam zur Zeit ein einsamer werdendes Kopf an Kopf-Rennen liefern. Alle Ergebnisse des neunten Spieltages in der Übersicht:

VfL Wolfsburg - FCR 2001 Duisburg 3:2 (2:1)
Hamburger SV - FC Bayern München    2:1 (0:1)
Bayer 04 Leverkusen - Herforder SV 5:1 (2:0)
SG Essen-Schönebeck - 1. FFC Frankfurt    0:8 (0:5)
1. FC Saarbrücken - 1. FFC Turbine Potsdam 0:2 (0:1)
FF USV Jena - SC 07 Bad Neuenahr    0:7 (0:4)

 


  

   

  

 

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