postheadericon Frauenfußball-Bundesliga: Spitzentrio marschiert – erneut Rückschlag für Wolfsburg

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Am fünften Bundesliga-Spieltag bestätigte der FCR Duisburg mit einem klaren Sieg im Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg seine Tabellenführung. Auf den Fersen bleiben den Duisburgerinnen der 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam, die sich beide zu Siegen mühten. Die als Geheimfavorit auf den Meistertitel in die Saison gestarteten Wolfsburgerinnen dagegen haben zum zweiten Mal in Folge gegen einen direkten Konkurrenten das Nachsehen und verlieren vorerst den Anschluss an die Tabellenspitze.

Der ersehnte Befreiungsschlag gelang den bis dato noch sieg- und punktlosen Leverkusenerinnen. Beim Hamburger SV gelang der Werkself wie bereits in der Vorsaison ein Sieg. Bereits den zweiten Saisonsieg kann Liga-Neuling SC Freiburg bei Mitaufsteiger Lok Leipzig verbuchen. Erfolglos blieben am Ende die Gegner der siegreichen Frankfurterinnen und Potsdamerinnen, die aber zumindest für kleine Ausrufezeichen sorgen konnten.

So verlor der SC 07 Bad Neuenahr erst in der Schlussphase in Frankfurt. Die Hessinnen rannten lange vergeblich gegen das mit Frau und Maus verteidigende Kellerkind der Liga an und gingen erst durch einen Foulelfmeter in Führung. Sandra Smisek traf in der 73. Minute, ehe Saki Kumagai in der 84. Minute auf 2:0 erhöhte.

Der Sieg hätte danach allerdings noch höher ausfallen können, denn die Frankfurterinnen bekamen in der 89. Minute einen zweiten Elfmeter zugesprochen, den Jessica Landström aber verschoss. Enger war die Partie in Potsdam, wo zunächst eine kleine Sensation in der Luft lag. Zu Gast war mit der SG Essen-Schönebeck die bisherige Überraschungsmannschaft der noch jungen Saison, die nach einer Viertelstunde mit 2:0 in Führung lag.

In der sechsten Minute hatte Melanie Hoffmann getroffen, in der 14. Minute Charline Hartmann erhöht. Die beiden Tore waren die ersten Gegentreffer für Potsdam in der Saison. Jetzt ist nur der Rivale aus Frankfurt in der Liga bislang noch unbezwungen. Das von Ursula Holl gehütete Tor der Essenerinnen lag nach der überraschenden Führung gegen Turbine im Belagerungszustand.

Im ersten Durchgang erspielten sich die Potsdamerinnen rund ein dutzend hochkarätige Chancen, doch mehr als der Anschlusstreffer sprang zunächst nicht heraus. Erst in der 37. Minute brachte Genoveva Anonma den Deutschen Meister wieder heran. Kurz nach dem Seitenwechsel drehte Turbine dann aber das Spiel.

Zweimal war erneut Anonma erfolgreich: In der 54. und 58. Minute sorgten ihre Tore für einen knappen, aber verdienten Potsdamer 3:2 Sieg über die SGS. Eine klare Angelegenheit war dagegen der Duisburger Sieg über Wolfsburg. Tore von Alexandra Popp in der 15., Simone Laudehr in der 37. und Gülhiye Cengiz in der 57. Minute sorgten für einen 3:0 Sieg des FCR, der damit die Tabellenführung behauptet.

Punktgleich dahinter haben sich mit den Duisburgerinnen auch Frankfurt und Potsdam vom Rest der Liga bereits etwas abgesondert. Die Wolfsburgerinnen dagegen haben nach der zweiten Niederlage in Folge nun bereits acht Zähler Rückstand auf das Spitzentrio. Schlusslicht der Liga ist jetzt die weiterhin und als einzige noch sieglose Mannschaft aus Bad Neuenahr.

Dem bisherigen Tabellenletzten Bayer 04 Leverkusen gelang dagegen in Hamburg der erste Saisonsieg. Ein Doppelpack von Lisa Schwab in der 57. und 88. Spielminute sorgten für die ersten drei Punkte, mit denen die Bayer-Frauen die Abstiegsplätze verlassen. Der 1. FC Lokomotive Leipzig, vor einer Woche noch erfolgreich in Leverkusen, rutscht dagegen wieder hinter die Werkself auf einen Abstiegsplatz.

Gegen Mitaufsteiger SC Freiburg kassierten die Leipzigerinnen eine erneute Niederlage. Essi Sainio hatte mit einem Treffer in der 57. Minute für einen 1:0 Sieg der Breisgauerinnen gesorgt. Es ist bereits der zweite Saisonsieg für den Sportclub, der jetzt punktgleich mit den Wolfsburgerinnen noch in der oberen Tabellenhälfte rangiert.

Direkt dahinter sind Bayern München und der USV Jena platziert, die sich im direkten Duell 1:1 Unentschieden trennten. Die Bayern-Führung durch Katharina Baunach per Foulelfmeter in der siebten Minute konnte Julia Arnold in der 35. Minute egalisieren. Für die Bayern-Frauen ist dies nach drei Niederlagen in Folge immerhin wieder ein Punkt, für den USV der zweite Punktgewinn in Folge nach dem Sieg vor einer Woche gegen Bad Neuenahr.

Insgesamt waren die Partien des fünften Spieltages wieder deutlich besser besucht als der vorherige Spieltag. Dies liegt jedoch daran, dass die drei Zuschauerstärksten Mannschaften, zudem das Spitzentrio der Liga, allesamt Heimspiele hatten. Die Frankfurterinnen knackten dabei die 2.000er-Marke deutlich, Duisburg und Potsdam blieben knapp darunter. Im Durchschnitt besuchten 1.312 Zuschauer, insgesamt 7.874 Zuschauer die Bundesligaspiele am Sonntag.

 

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