Zustimmung zu Sarrazin-Thesen
♦ Zustimmung zu Sarrazin-Thesen -
jeder zweite Bundesbürger stimmt der Aussage von Thilo Sarrazin zu, dass es zu viele Ausländer in Deutschland gebe. Nur 16 Prozent meinten, die muslimische Kultur passe hierher. Das sagte der Sozialforscher Andreas Zick der «Frankfurter Rundschau». Der Wissenschaftler bezieht sich auf eine Bielefelder Langzeitstudie. Zick sieht hinter der «massiven Zustimmung» zu Sarrazins Aussagen in Internet-Chatrooms einen Tabubruch. In den Online-Kommentaren über Bildungsschwache und sozial Benachteiligte komme «Hass zum Ausdruck».
♦ Hessischer Arzt verhängt Kopftuchverbot -
ein Allgemeinmediziner aus dem osthessischen Wächtersbach hat in seiner Praxis ein Kopftuchverbot verhängt. Daneben verlangt er von seinen Patienten Grundkenntnisse in Deutsch. Außerdem will er keine Familien mit mehr als fünf Kindern in seine Räume lassen. Das berichtet die Gelnhäuser Neue Zeitung.
♦ Erleichterung am Golf von Mexiko -
Stunden nach einer Explosion auf einer Ölplattform gibt es keine Hinweise auf einen Ölaustritt ins Meer. Bei Untersuchungen von Schiffen und Booten aus hätten sich keine sichtbaren Zeichen von Öl gefunden, versicherte die US-Küstenwache am Abend. Die Unfallstelle werde aber weiter beobachtet. Das Feuer auf der Plattform ist mittlerweile gelöscht. Alle 13 Arbeiter auf der Plattform haben den Unfall ohne ernste Verletzungen überstanden, sind aber vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht worden.
♦ Prozess um Kujau-Plagiate -
am Dresdner Landgericht hat ein Prozess um falsche Kopien des Fälschers Konrad Kujau begonnen. Angeklagt sind eine 51jährige Frau und ein Mittäter. Ihnen werden Betrug und Urkundenfälschung in besonders schwerem Fall vorgeworfen. Die beiden sollen 300 gefälschte Kujau-Plagiate verkauft und damit einen Schaden von knapp 300.000 Euro verursacht haben. Petra K., die von Konrad Kujau noch zu seinen Lebzeiten als seine Nichte ausgegeben wurde, hatte als Managerin für ihn gearbeitet.
Kujau gilt als berühmtester Kunstfälscher in Deutschland. 1983 hatte der gebürtige Löbauer angebliche Tagebücher von Adolf Hitler geschrieben und sie anschließend dem Magazin "Stern" verkauft. Er löste damit einen der größten Medienskandale der Bundesrepublik aus und wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung kopierte er Bilder von bekannten Künstlern.
♦ Tote bei neuen Waldbränden -
bei neuen schweren Waldbränden sind im Süden Russlands mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, Dutzende wurden verletzt, Hunderte Häuser verbrannten. Wegen der Feuersbrunst verhängte der Gouverneur des Gebietes Wolgograd in vier Kreisen den Ausnahmezustand. Mehrere Dörfer mussten evakuiert werden. Die Behörden hatten die schwersten Wald- und Torfbrände der russischen Geschichte erst vor kurzem für gelöscht erklärt.
♦ Vulkan speit heiße Asche -
der indonesische Vulkan Mount Sinabung auf der Insel Sumatra hat erneut große Mengen Asche ausgestoßen. Es ist die schwerste Eruption des Feuerbergs, seit er am vergangenen Sonntag erstmals nach 400 Jahren Ruhe wieder ausgebrochen war. Vulkanologen forderten die Behörden zu weiteren Evakuierungen auf. 30.000 Menschen haben die Gefahrenzone um den Mount Sinabung bereits verlassen müssen. Rund ein Drittel von ihnen ist nach offiziellen Angaben aber inzwischen wieder in die Dörfer am Fuße des Vulkans zurückgekehrt.
♦ Junge weiter in Lebensgefahr -
nach einem Familiendrama in Nordhessen kämpfen Ärzte weiter um das Leben des schwer verletzten Kleinkindes. Das teilte die Polizei in Kassel mit. Der ein Jahr alte Junge hatte gestern nur knapp eine Explosion in einem Auto überlebt, mit der sich sein Vater getötet hatte. Aus Verzweiflung über die Trennung von seiner Familie hatte der Mann kurz zuvor bereits versucht, seine beiden kleinen Kinder in einem Fluss zu ertränken. Während der Einjährige überlebte, starb seine vier Jahre alte Schwester.
♦ Mann von S-Bahn mitgeschleift -
bei einem Unfall im S-Bahnhof Greifswalder Straße starb ein 31jähriger Mann. Nach Angaben der Polizei war er auf der Station in Prenzlauer Berg aus bisher ungeklärter Ursache im Türbereich eines S-Bahn-Waggons hängengeblieben. Trotz der Signale zum Schließen der Tür hatte er noch aussteigen wollen. Er wurde jedoch von der anfahrenden Bahn mitgeschleift und ins Gleisbett geschleudert. Die Verletzungen waren so schwer, dass er noch am Unfallort starb. Die Kriminalpolizei ließ den gesamten Zug der Ringbahnlinie S 41 sicherstellen und hat die weiteren Ermittlungen zum tödlichen Unfall übernommen.
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