Berlin: Sparpaket und Eckpunkte beschlossen
♦ EU zu Gesprächen bereit -
die EU ist zu Gesprächen mit Libyen über die Verhinderung illegaler Einwanderung nach Europa bereit. Sie lehnt aber die von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi in Rom geforderte Summe von fünf Milliarden Euro jährlich aus Europa als zu hoch ab.
Derzeit laufen drei EU-Projekte in Libyen, mit denen die Fähigkeit der libyschen Behörden zum Umgang mit illegalen Einwanderern auf dem Weg nach Europa gestärkt werden soll.
♦ Sparpaket und Eckpunkte beschlossen -
psychisch gestörte Schwerverbrecher sollen künftig in spezielle Einrichtungen kommen. Das beschloss das Bundeskabinett in Berlin. In den verabschiedeten Eckpunkten zur Sicherungsverwahrung ist auch eine Regelung für Altfälle enthalten.
Außerdem hat die Bundesregierung ihr umstrittenes Sparpaket auf den Weg gebracht. Sie billigte den Entwurf für das sogenannte Haushaltbegleitgesetz, hieß es aus Regierungskreisen. Das Gesetz sieht vor allem Einschnitte bei den Sozialleistungen vor.
♦ Vermisster Siebenjähriger gefunden -
ein seit gestern Abend vermisster sieben Jahre alter Junge aus Weimar ist wieder da. Das Kind sei lebend aufgefunden worden, teilte die Polizei in Jena mit. Der Junge wurde erst einmal in die Polizeidienststelle nach Weimar gebracht. Wo sich der Siebenjährige aufhielt, ist noch nicht bekannt. Dutzende Einsatzkräfte hatten mit Spürhunden und einem Hubschrauber in der Nacht nach ihm im Stadtgebiet Weimar gesucht.
♦ Verschütteter Bauarbeiter gerettet -
bei Bauarbeiten in Berlin-Dahlem ist am Dienstag ein Arbeiter verschüttet worden. Nach Angaben der Feuerwehr stürzte der Mann auf einer Baustelle im Bachstelzenweg in eine etwa vier Meter tiefe Grube. Der Verunglückte steckte bis zum Oberkörper im Sand. Sofort eingesetzte Helfer schaufelten den Mann nach relativ kurzer Zeit mit Händen und Spaten frei und konnten ihn mit leichten Verletzungen retten. Er wurde am Unfallort ärztlich behandelt. Weitere Einzelheiten über die Ursache des Sturzes, das Alter und die Herkunft des Mannes waren zunächst nicht bekannt.
♦ Jagd auf Delfine -
die im Oscar-gekrönten Film "Die Bucht" gezeigte blutige Jagd auf Delfine in einem japanischen Fischerort hat wieder begonnen. Mehrere Boote liefen im Südwesten des Landes aus. Der aus dem Film "Die Bucht" bekannte Aktivist Ric O'Barry von der Organisation "Rettet Japans Delfine" schrieb in seinem Internet-Blog, er habe einen geplanten Besuch in Taiji abgesagt, nachdem er vor einer Konfrontation mit "extremen nationalistischen Gruppen" gewarnt worden sei. Stattdessen kündigte O'Barry an, am Donnerstag vor der US-Botschaft in Tokio symbolisch 1,7 Millionen Unterschriften aus 151 Ländern gegen die Delfinjagd zu übergeben. Die Fischer aus Taiji treiben jedes Jahr rund 2.000 Delfine in einer abgelegenen Bucht zusammen und töten sie.
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