Zentralrat der Juden kritisiert Bundesbank-Haltung
♦ Zentralrat der Juden kritisiert Bundesbank-Haltung -
der Zentralrat der Juden in Deutschland hat der Bundesbank zu viel Nachsicht mit ihrem Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin vorgeworfen. Zu seiner Zeit als Mitarbeiter der Bundesbank wären solche Aussagen eines Vorstands undenkbar gewesen. "Sie sollten es auch heute sein, sagte Vizepräsident Dieter Graumann dem Portal Handelsblatt Online. Die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer (CDU) hält Sarrazin wegen seiner Äußerungen für "nicht mehr tragbar". Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, sprach sich in der ARD gegen einen Ausschluss Sarrazins aus der SPD aus.
♦ Gaddafi will fünf Milliarden -
der libysche Staatschef Muammar Gaddafi hat von der Europäischen Union "jährlich mindestens fünf Milliarden Euro" für den Kampf gegen illegale Einwanderer aus Afrika gefordert. Libyen sei das Eingangstor der "unerwünschten Immigration", die könne nur an den Grenzen seines Landes gestoppt werden, sagte Gaddafi in Rom.
Es liege deshalb ganz im Interesse Europas, auf seine Forderungen einzugehen, "sonst kann es schon morgen zu einem zweiten Afrika werden," sagte er weiter. Gaddafi versicherte, seine Forderung werde auch von Italien unterstützt.
♦ Abbruch von Roma-Siedlungen -
Roms Bürgermeister Gianni Alemanno will 200 illegale Roma-Behelfsiedlungen in und unweit der italienischen Hauptstadt abreissen lassen. Die Maßnahme wurde beschlossen, nachdem vergangene Woche ein dreijähriges Kind bei einem Brand in einer illegalen Siedlung ums Leben gekommen war. "Wir werden allen Familien eine Unterkunft anbieten, die eine brauchen. Kleine unerlaubte Behelfsiedlungen sind aber inakzeptabel. Sie stehen außerhalb jeglicher Kontrolle und sind gefährlich", so Alemanno.
♦ Schießerei in Mexiko -
im Drogenkrieg in Mexiko hat es wieder Opfer gegeben: Bei einer ungewöhnlich langen Schießerei von zwölf Stunden zwischen Soldaten und mutmaßlichen Drogenhändlern sind sieben Menschen getötet und acht weitere verletzt worden. Soldaten wurden in Pánuco im Staat Veracruz angegriffen, als sie ein Haus durchsuchen wollten. Unter den Toten sind laut Behörden sechs mutmaßliche Kriminelle und ein Soldat.
♦ Mexikanischer Bürgermeister erschossen -
nach dem Massaker an 72 illegalen Einwanderern im Nordosten Mexikos geht die Gewalt in der Region weiter. Wie ein Vertreter der Staatsanwaltschaft berichtete, erschossen Unbekannte den Bürgermeister der kleinen Stadt Hidalgo. Mehrere Kugeln hätten den 46-jährigen Marco Antonio Leal Garcia am Steuer seines Wagens getroffen, seine vierjährige Tochter sei schwerverletzt.Hidalgo liegt im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas an der Grenze zu den USA, wo Soldaten Anfang der Woche nach einem Feuergefecht mit mutmaßlichen Drogenschmugglern die Leichen von 72 illegalen Einwanderern entdeckt hatten.
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