Ab Herbst: Test mit anonymen Bewerbungen
♦ Test mit anonymen Bewerbungen -
fünf Unternehmen und das Bundesfamilienministerium testen ab diesem Herbst anonymisierte Bewerbungsverfahren. Dabei soll nur die Qualifikation entscheiden, wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Die Bewerbung soll kein Foto, keine Name und keine Angaben über Alter oder Herkunft enthalten. Das Pilotprojekt läuft ein Jahr. Es soll nach Angaben der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wissenschaftlich ausgewertet werden.
♦ Massenvergewaltigung -
in Kongo-Kinshasa sind bei einem Rebellenüberfall im Osten des Landes mehr als 150 Frauen vergewaltigt worden. Die ruandische Hutu-Rebellengruppe "Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas" (FDLR) habe am 30. Juli die Stadt Luvungi besetzt. Das teilte die Hilfsorganisation International Medical Corps (IMC) mit. Dabei seien während einer viertägigen Vergewaltigungsorgie zahlreiche Frauen misshandelt worden. Die FDLR setzt sich aus Hutu-Milizen zusammen, die 1994 maßgeblich schuld am Genozid in Ruanda hatten, bei dem fast eine Million Menschen ermordet wurden.
♦ 16 Millionen Euro für Pakistan - 
die Deutschen haben bisher rund 16 Millionen Euro für die Flutopfer in Pakistan gespendet. Das teilte das größte Hilfsbündnis Aktion Deutschland Hilft in Berlin mit. Nach anfänglichem Zögern fließen die Spenden demnach mittlerweile gut. Von dem Geld seien bislang etwa 250 000 Menschen mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Decken, Planen und Hygieneartikeln versorgt worden, tausende Flutopfer erhielten Zelte und Medikamente. Nach Angaben des Bündnisses sind aber weiterhin dringend Spenden nötig.
♦ Dritter Säugling tot -
im Mainzer Infusionsskandal hat sich der Gesundheitszustand von vier überlebenden Kindern stabilisiert. Die Kinder seien aber weiter schwer krank, sagte der Medizinische Vorstand des Mainzer Universitätsklinikums, Professor Norbert Pfeiffer. Am Freitag hatten elf auf der Intensivstation liegende Kinder - darunter zehn Säuglinge - die belastete Flüssignahrung erhalten. Zwei Babys starben Samstag, ein drittes am Montag. Ob die Keime den Tod verursacht haben, steht noch nicht fest.
♦ Brände zerstören Waldflächen -
eine Feuersbrunst hat auf der spanischen Ferieninsel Ibiza riesige Waldflächen zerstört. Der Brand an einer beliebten Badebucht im Norden der Insel vernichtete bis jetzt mehr als 400 Hektar Wald. Das Feuer ist der größte Waldbrand auf der Inselgruppe der Balearen seit über zehn Jahren. Der Regierungschef der Balearen, Francesc Antich, bezeichnete es als eine «Umweltkatastrophe». Auch auf Mallorca brachen inzwischen zwei Brände aus.
♦ 70 Verletzte bei Massenkarambolage -
bei zwei Massenkarambolagen mit mehr als 50 Fahrzeugen sind in Portugal in plötzlichem Nebel mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 70 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt ins Spital eingeliefert, wie die Behörden mitteilten. Zu den Massenkarambolagen auf der Autobahn A25 in beiden Fahrtrichtungen kam es am Montagnachmittag nahe der Gemeinde Sever do Vouga, etwa 50 Kilometer südöstlich von Porto. Die beiden Unfallstellen lagen nur wenige hundert Meter auseinander.
♦ Flugzeugabsturz in China -
ein chinesisches Verkehrsflugzeug mit mehr als 90 Menschen an Bord ist in China abgestürzt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, stürzte die Maschine der Fluggesellschaft Henan Airlines in der Provinz Heilongjiang nahe des Flughafens der Stadt Yichun ab. Ob es Überlebende gab, war zunächst nicht bekannt.
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