AKW-Laufzeit: SPD plant Verfassungsbeschwerde
♦ Zivildienst freiwillig -
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat einen bundesweiten freiwilligen Zivildienst vorgeschlagen. Der Dienst in sozialen Einrichtungen könnte zwischen sechs und 24 Monate dauern und mit rund 500 Euro im Monat entlohnt werden, sagt Schröder. Die Regeldauer soll ein Jahr betragen.
♦ Ursache für Mainzer Babytod -
verunreinigte Schläuche könnten möglicherweise den Tod zweier Babys an der Universitätsklinik Mainz verursacht haben. Der spezielle Reinraum, in dem die verschmutzten Lösungen für die Säuglinge hergestellt wurden, sei von der Klinik geschlossen worden. Am Wochenende waren zwei Säuglinge durch verschmutzte Infusionen gestorben, heute starb ein weiteres Baby.
♦ Neun gestrandete Wale gerettet -
neun Wale, die wie Dutzend andere an der Küste Neuseelands gestrandet waren, sind vorerst gerettet. Die Rettungskräfte schafften es, die Grindwale am Karikari Strand wieder ins Meer zu bringen. 58 Wale waren am Freitag an der Küste gestrandet, 49 starben. Sie sollen nun an einer speziell gesegneten Stätte begraben werden.
♦ Nierenspende an Ehefrau -
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier nimmt sich eine Auszeit. Er will seiner kranken Frau eine Niere spenden.
♦ SPD plant Verfassungsbeschwerde -
die SPD will juristisch gegen mögliche Vereinbarungen der Regierung mit der Atomindustrie vorgehen und unter Umständen vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Das sagte der SPD-Energieexperte Urlich Kelber der Zeitung "Die Welt". So werde man etwa das höchste Gericht anrufen, falls der Bundesrat bei der Entscheidung über die Atom-Laufzeitverlängerung umgangen werde. Ein weiterer Klagegrund sei, wenn die Laufzeiten verlängert würden, ohne vorher Sicherheitsstandards hierfür festzulegen.
♦ Geflohen aus der Haft -
bei einer Gefängnisrevolte in der zentralasiatischen Republik Tadschikistan sind mindestens 25 Terroristen entkommen. Auf ihrer Flucht erschossen die Männer fünf Wachleute. Das teilte das Innenministerium in Duschanbe mit. Präsident Emomali Rachmon ordnete an, auch Panzertechnik einzusetzen, um die geflüchteten Terroristen zu fassen.
♦ Chile im Freudentaumel -
Rettungsmannschaften haben es erstmals geschafft, Kontakt zu den seit mehr als zwei Wochen verschütteten 33 Bergleuten herzustellen. Sie alle leben. Zusammen sind sie in etwa 700 Metern Tiefe eingeschlossen. Inzwischen gelang es sogar, durch einen kleinen Schacht eine Kamera zu den Bergleuten zu bringen. Die Bilder zeigen die Verschütteten in guter Verfassung, heißt es von Chiles Präsident Sebastián Piñera. Die Männer waren am 5. August in der Mine verschüttet worden.
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