Christine Ball: Frohe Weihnachten...
"Es ist mir schon immer schwer gefallen, lieb gewordene Dinge, darunter auch für Außenstehende scheinbar unbedeutenden Kleinkram, einfach wegzuschmeißen", erzählt Christine Ball. Deshalb stünden auch in mancher Ecke ihres Hauses im Zittauer Ortsteil Hirschfelde mehrere gut gefüllte Kartons mit allem möglichen Sammelgut herum. Mit einer dieser Pappschachteln aber hat es eine besondere Bewandtnis.
"Besonders gefreut habe ich mich in der Vergangenheit immer über weihnachtliche Karten und Grüße und vor allem über die beigefügten wunderbaren Gedichte, Verse und Geschichten", bekennt die 60jährige private Arbeitsvermittlerin. Dies habe sie gesammelt und immer dann hervorgeholt, wenn die Adventszeit begann und das Jahr sich dem Ende zuneigte.
"Irgendwann habe ich mir dann gesagt, ich müsste das alles mal aufarbeiten und viel mehr Menschen zugänglich machen", sagt sie. Wie hätte sie das wohl besser machen können, als in Form eines kleinen Büchleins? Nun hat sie sich selbst diesen langgehegten Wunsch erfüllt. "Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr" heißt die gerade noch rechtzeitig zum Fest der Liebe und Hoffnung erschienene Sammlung dessen, was sie ein Leben lang in dieser besinnlichen Zeit persönlich angesprochen hat.
Der Inhalt ist trotz der begrenzten Seitenzahl von erstaunlicher Vielfalt. Neben Gedichten findet sich sowohl Besinnliches als auch Humorvolles zur Weihnachtszeit in Lyrik und Prosa. Es folgen Lieder zum Fest und Verse für weihnachtliche Postkarten. Im zweiten Teil findet der Leser neben einem von Christine Ball selbst zusammengestellten Weihnachtsquiz für die ganze Familie auch ein Kinderrätsel, einige Bräuche zum Jahreswechsel sowie Weihnachts- und Neujahrswünsche aus aller Welt.
"Das meiste davon stammt natürlich nicht aus meiner Feder", räumt sie ein. Die Palette der Autoren ist but gemixt. Sie reicht von solchen, deren Namen uns nicht so geläufig sind, wie etwa Monika Peschel , Helmut Wördemann und Elsbeth Biehler, bis hin zu Joseph von Eichendorff, Rainer Maria Rilke und Hermann Löns, um nur einige der Klassiker zu nennen.
Aber sie habe sich immer um einen exakten Quellennachweis bemüht, erklärt Christine Ball. Das sei nicht immer gerade einfach gewesen, denn bei einigen der im Buch enthaltenen Gedichte und Geschichtchen habe sie selbst mit Hilfe des Internets den Verfasser nicht ermitteln können.
"Ich habe mich bemüht, eine Auswahl zu treffen, die sowohl unterhaltsam ist, als auch zum Nachdenken anregt und uns zu neuen Einsichten verhelfen kann", betont sie. Nun also kann man das anregende und unterhaltsame Bändchen seit einigen Tagen im Buchhandel erwerben. Für den weihnachtlichen Gabentisch ist es jedenfalls durchaus zu empfehlen.
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