FAKTuell eBook * Deshalb jetzt...
Seit drei Tagen sind bei AMAZON gleich mehrere Ihrer Bücher im Kindle-Shop aufgetaucht. Stellt FAKTuell jetzt seine Buchproduktion auf eBooks um?
Ray: Nein, so dramatisch ist es nicht, obwohl einiges dafür spricht, dass gedruckte Bücher in ein paar Jahren nur noch etwas für Liebhaber sein könnten. Schon heute sind die Erstellungskosten so hoch, dass der interessierte Leser vor dem Kauf zweimal überlegt. Etwa 30 Prozent der potentiellen Leser fallen aus wirtschaftlichen Gründen aus. Vom Alleinverdiener bis zum Hartz-IV-Opfer. Dieser Entwicklung muss man als Verleger folgen. Oder besser: einen Schritt voraus sein.
Lohnt sich das für Verlag und Autor überhaupt?
Ray: Die Kosten für die Produktion von Papier-Medien steigen permanent. Es lohnt sich nicht, eine große Auflage zu drucken und zu lagern. Deshalb sind wir schon 1999 auf Print on Demand umgestiegen. Damals wurde gerade BoD gegründet, die den Druck bei Verkauf seither fortwährend weiterentwickelt haben.
Und das funktioniert sehr befriedigend. Sowohl von der Qualität als auch von der Kostenseite. Die Grundkosten sind relativ gering. Druck, Lagerung und Auslieferung übernimmt BoD. Das Verlegerrisiko ist überschaubar. Die Gewinnspanne leider auch. Dafür ist sie pro verkauftes Buch garantiert. Es kann ihnen nicht passieren, dass sie auf einer unverkauften aber bezahlten Auflage sitzen bleiben. Das sichert die Existenz von Verlagen und Autoren.
Wie passt das eBook hier hinein?
Ray: Das eBook bringt dem Leser einen deutlich niedrigeren Kaufpreis und dem Verlag höhere Margen. Ich kann also ein eBook als Verleger etwa 25 Prozent billiger an den Leser verkaufen, ohne wesentliche Gewinneinbrüche hinnehmen zu müssen. Druck, Lager und Versand belasten mich ebenfalls nicht. Also eine echte win-win Situation. Bei der außerdem die Umwelt geschont wird, weil hierfür kein Papier notwendig ist.
Und weshalb soll der Leser jetzt Ihre eBooks kaufen?
Ray: Weil er will. Sie erleben es ja seit Monaten, dass die Nachfrage steigt. Sonst würden wir jetzt nicht hier sitzen. Mittlerweile gibt es vorzügliche Lesegeräte und für die AMAZON Kindle Edition kostenlose Leseprogramme für so ziemlich alle Geräte auf dem Markt. Von Apple bis zum PC. Mit ein Grund, weshalb wir nach einem Test auf beiden Schienen (Apple & Kindle) derzeit Kindle bevorzugen. AMAZON ist als Vertriebsprofi ja mittlerweile insbesondere für Bücher eine Top-Vertriebsadresse.
Einen Leser-Tipp möchte ich noch hinzufügen. Im Kindle-Shop bietet AMAZON viele Klassiker aus allen Gebieten zum Nulltarif an. Alles Bücher, bei denen das Urheberrecht abgelaufen ist, aber nicht die Qualität und das Lesevergnügen.
Hier geht es zu den aktuellen FAKTuell eBooks
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![faktor-L * Neue Medizin * Bioblatt 1 * Basiswissen (faktor-L * Bioblatt) [Kindle Edition] Neue Medizin 07.06.2011](/images/stories/CoverRezi/bioblatt1CoverfaktorLBasiswissen07062011.jpg)






Kommentare
Ich halte es für einen guten Entschluss, dass Sie auch diesen Weg in Ihrem Verlag nutzen.
Danke
Renate Kloss
Die Lesepads wie der Kindle sind ja schon in der Leistung so gewachsen dass man sie als zusätzliche Alternative nehmen kann.
Ich habe mir zwei Ihrer E-Books gerade heruntergeladen und werde sie auf meinem PC lesen.
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