Ulrich Warnke Quantenphilosophie Und InterweltRichtig großes Geschütz hat Ulrich Warnke aufgefahren. In seinem neuen Buch "Quantenphilosophie und Interwelt, Der Zugang zur verborgenen Essenz" beschäftigt sich der Wissenschaftler mit dem was gemeinhin als geistige Welt, Anderswelt, Geisterwelt oder Jenseits bezeichnet wird.

Das tut er natürlich hauptsächlich aus dem Blickpunkt des Physikers, der er ist. Und er macht es richtig gut. Das Buch fesselt vom Anfang bis zum Ende. Nur wenige Stellen sind fachlich sehr spezifisch und deshalb für Laien etwas schwer verständlich.

Meist braucht man nicht allzuviel Vorwissen, um zu verstehen, was Warnke beschreibt, wenn er erläutert, dass es die geistige Welt mit ihren Feen, Dämonen, Engeln, Elfen und Devas tatsächlich gibt. Seine Theorie untermauert er mit Experimenten, führt viele Beispiele an.

Dafür hat er Berichte über Levitationen und andere seltsame Phänomene recherchiert. Solche wie die, das Menschen sich von Schwertern und Degen durchbohren lassen können, ohne dabei verletzt zu werden. Oder solche wie die über Menschen, die durch die Luft schweben, sich tagelang begraben lassen und wissenschaftlich gesehen tot sind - das Herz schlägt nicht mehr, die Atmung setzt aus - danach aber wieder ganz lebendig sind.

Warnke macht zum Thema, was heute in der Wissenschaft, die diesen Namen darum kaum noch verdient, keine Rolle spielt. Weil nicht sein darf, was nicht sein kann. Dieses Buch ist ein wahrer Augenöffner für Menschen, die sich schon immer gefragt haben, wie es zu manchen Phänomenen kommen kann, die sich mit heutigen Erkenntnissen nicht vereinbaren lassen.

Lediglich einem einzigen Irrtum unterliegt Warnke. Wenn er konsequent das Thema verfolgt hätte, hätte er erkennen können, dass diese geistige Welt lediglich das Gegenstück zu dieser unserer materiellen Welt ist. Und wenn die materielle Welt illusionär ist, wie er richtig erkennt, kann die geistige nicht wirklich sein.

Die Interwelt kann also nicht unsere wahre Heimat sein, wie er meint. Die Unklarheiten scheinen ihm allerdings bewusst zu sein. Denn an dieser Stelle vermengt er Interwelt mit der großen Leere, wie sie unter anderem im Zen-Buddhismus dargestellt ist. Das Ganze wirkt verschwommen - das ist immer ein Hinweis auf unbeantwortete Fragen. Ein Tipp: Mit "Ein Kurs in Wundern" würde Warnke sich letztlich auch die letzten offenen Fragen selbst beantworten können.

{loadnavigation}

Share Button