Stephen King JoylandDevin Jones ist 21, Student und muss sich während der Semesterferien Geld verdienen, um über die Runden zu kommen. Der Job im Vergnügungspark Joyland kommt ihm gerade recht.

Devins Beziehung läuft nicht so, wie erhofft. Dass es keine wirkliche ist, weiß er da noch nicht. Er ist voller Hoffnung und Lebensfreude.

In Joyland tut er alles, was anliegt: kleinere Sachen reparieren, Hotdogs verkaufen, als Maskottchen im Kostüm schwitzen und Kinder zum Lachen bringen. So ganz nebenbei rettet er einem kleinen Mädchen das Leben, wird dadurch eine gewisse Lokalgröße und stößt auf ein Verbrechen, das vor vielen Jahren hier geschehen ist.

 

Das lässt ihm keine Ruhe und er beginnt, die Hintergründe zu recherchieren. Dabei gerät er selbst in Gefahr, vor allem aber eine junge Frau, die mit ihrem todkranken Sohn am Strand wohnt. Joyland ist ein bisschen Geistergeschichte, ein bisschen Krimi aber vor allem eine leise Geschichte, die den Leser in eine Zeit und an einen Ort versetzt, der Sehnsucht aufkommen lässt.

King verbreitet eine Stimmung, die an des Licht eines sonnigen Spätsommertages erinnert, jenes, wenn die Sonne eher warme Strahlen aussendet und bereits tiefer steht, als im Juli. Es ist diese Stimmung, die man oft auf Bildern von Caspar David Friedrich findet. Geheimnisvoll und romantisch, scheinbar friedlich und doch scheint etwas darunter zu liegen, das nicht unbedingt freundlich sein muss.

Joyland ist eines der King-Bücher, in denen er sein Wissen um die menschliche Natur eher sanft vermittelt. Kein Grauen angesichts menschlicher Schwächen, wie in "Needful Things", kein Horror wie in "Shining", "Es" oder "Friedhof der Kuscheltiere", kein phantastisches Abenteuer voller Magie, wie im "Dunklen Turm"  - trotz des Sommers, in dem die Geschichte handelt, verströmt dieses Buch vor allem Melancholie. Und eine gewisse Art von Frieden. Auch wenn dieser selbstverständlich letztlich nachhaltig gestört wird. Andernfalls wäre es wohl kein echter King.

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