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*  Eröffnung "Stary lud" in Dissen -
Dissen Kornelius + Petra Kusch
Am Freitag, dem 24. Mai, wird in Dissen-Striesow der frühmittelalterliche, slawische Siedlungsausschnitt "Stary lud - Das alte Volk" eröffnet - eingebettet in das 9. Slawische Mittelalterfest vom 25. bis 26. Mai. Nicht hoch wissenschaftlich, aber wissenschaftlich fundiert wird hier Geschichte begreifbar gemacht. Ein Bohlenweg führt zu den fünf Grubenhäusern, auf die es Hinweise bei archäologischen Grabungen in der Nahe gelegenen Spreeaue gab. Drei Häuser in Blockbohlenweise und zwei mit Lehmbewurf auf Weidengeflecht werden in diesen Tagen mit dem für die Region typischen Schilf eingedeckt.

Auf der einen Seite verdeckt ein Palisadenzaun den Blick auf das Dissen der Gegenwart. Auf der anderen Seite genießt der Besucher den Blick in die Natur, ganz so, als ob die frühen slawischen Siedler eben erst ihr neues Dorf gegründet haben. "Wir modernen Menschen können uns nur schwer vorstellen, dass diese Region vor Jahrhunderten leer war und nach und nach Menschen kamen, die das Land urbar machten, wo Kinder geboren und Häuser gebaut wurden, wo Alltagsleben entstand", beschreibt Petra Kusch vom Arbeitskreis "stary lud".
Dieser möchte in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum Dissen jene längst vergangene Zei t der Regionalgeschichte erschließen und so die Geschichte und Kultur der Sorben in ihrer Gesamtheit erlebbar machen, die weit mehr in sich birgt als bunte Trachten, Ostereier und Hahnrupfen. "Wir können stolz auf diese Kultur sein, auf unser Volk der Sorben, das bis heute besteht", so Petra Kusch.
Bereits 2004 hatte das Heimatmuseum mit dem Interessenkreis "Dryžyna byk", ("Gemeinschaft des Stieres") Lehrerfortbildungen mit historischen Workshops zum Thema slawisches Mittelalter angeboten. Daraus entwickelte sich 2005 das erste Slawische Mittelalterfest hinter der Kirche in Dissen.
Den großen Erfolg der Veranstaltungsreihe aufnehmend wurde 2008 der Arbeitskreis "Stary lud" gegründet und die Gemeindevertreter von Dissen-Striesow entwickelten die Vision eines mittelalterlichen Dorfes. Jetzt endlich, rechtzeitig zum 9. Slawischen Mittelalterfest, wird diese Idee Wirklichkeit.
"Die Neun ist die Glückszahl im Sorbischen", erzählt Babette Zenker, Leiterin des Heimatmuseums Dissen, an das "Stary lud" angebunden ist. Bauherr ist die kleine Gemeinde Dissen-Striesow (1.018 Einwohner), für die diese Investition von ca. 750.000 Euro eine echte Herausforderung ist.
Sehen, wie die alten Slawen gelebt und gearbeitet haben. Spüren, wie sich selbst gewebte Stoffe anfühlen. Riechen, was an den Feuerstellen gekocht wurde. Schmecken, was Feld und Wald hergaben. Hören, wie Fidel und Flöte klangen.
Die Freilichtanlage "Stary lud" lädt ein, Geschichte mit allen Sinnen zu erleben und zu begreifen. Wissenschaftlich fundiert geben die Mitglieder des Arbeitskreises "Stary lud" als "Bewohner" eine Anmutung dessen, wie das Leben der frühen Slawen gewesen sein könnte. Archäologische Erkenntnisse, die u. a. bei Grabungen in der Spreeaue gewonnen wurden, werden dabei für den Besucher erlebbar aufbereitet.
Gerätschaften dieser Zeit wie Hakenpflug, Töpferbank, Arbeitsbank des Holzhandwerkers, Spinnwirtel und Gewichtswebstuhl wurden so originalgetreu wie möglich nachgebildet. Die Leinenkleider, die getragen werden, sind aus zum Teil selbstgewebten Stoffen mit Geweih- und Bronzenadeln genäht und mit selbst gefertigten Bändern, Borten und Perlen verziert. Die Fasern für die Borten werden mit Pflanzen der Region selbst gefärbt.
Die Besucher sind jedoch nicht nur eingeladen, dem Leben in dieser kleinen slawischen Siedlung zuzuschauen, sondern sie werden integriert und können sich selbst bei handwerklichen Tätigkeiten ausprobieren. Anfassen, Mitmachen und Schmecken - eben Geschichte mit allen Sinnen erleben.

*  Vollsperrung wegen Straßenbau -
Wegen des grundhaften Ausbaus der Jonsdorfer Straße am "Jägerwäldchen" im Großschönau kommt es vom 13. Mai an bis voraussichtlich 12. Juli zu einer Vollsperrung und damit zu einer Veränderung in der Zufahrt zum Trixi-Park. Alle Verkehrsteilnehmer und Besucher des Bades nutzen bitte die ausgeschilderte Umleitung über Waltersdorf/Saalendorf.
Veränderungen im Linienverkehr sind den Aushängen an den Haltestellen zu entnehmen. Im Anschluss an die Ende 2012 abgeschlossene Straßenbaumaßnahme wird nun ein weiterer 200 Meter langer Abschnitt auf der Jonsdorfer Straße grundhaft ausgebaut. Gleichzeitig entsteht parallel zur Straße eine Amphibienleiteinrichtung, wie schon beim ersten Bauabschnitt, der im November 2012 fertiggestellt wurde.
Die Höhe der Kosten liegt bei 200.000 Euro, zu 85 Prozent gefördert von der Europäischen Union über das Programm Ziel 3. Mit den Bauarbeiten beauftragt ist die Firma STRABAG, Niederlassung Bautzen.

*  Interkulturelle Woche 2013 -
Vom 22. bis 29. 9. findet in diesem Jahr die Interkulturelle Woche  im Kreis Bautzen statt. Melden sie sich jetzt mit Ihrer Veranstaltung oder Ihrem Projekt an. Schicken Sie Ihre Anmeldung noch bis zum 31.5. per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder geben Sie sie im Landratsamt, beim Verein Leuchturm Majak e.V. in Bautzen oder beim RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. ab.
Mit einer rechtzeitigen Anmeldung kann Ihre Veranstaltung im Programm-Flyer der Interkulturellen Woche 2013 im Landkreis Bautzen berücksichtigt werden. Bereits feststehende Höhepunkte der Woche sind zum Beispiel das alljährlich stattfindende Integrative Sportfest, eine Ausstellungseröffnung zu Afrikanischer Kunst im Landratsamt Bautzen, die Info-Veranstaltung des Jobcenters zu Fördermöglichkeiten für Personen mit Migrationshintergrund sowie die Auftakt- und Abschlussveranstaltungen mit prominenten Gästen aus Politik und Kultur.

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