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*  Unwetter im Kreis Bautzen -
Am  Donnerstag-Abend zog ein Unwetter durch den Landkreis Bautzen. Zwischen 18:00 Uhr und 0:00 Uhr wurden ca. 150 Einsätze der Feuerwehren im Raum Kamenz / Großröhrsdorf / Radeberg gefahren. Schwerpunkte waren das Haselbachtal, das Rödertal, Großröhrsdorf und Kamenz.
GewitterBlitzNacht
Vor allem waren Grundstücke von Überschwemmungen und Schlamm durch die über die Ufer tretenden Gewässer betroffen. Personen kamen nicht zu Schaden. Besonders schwierig war die Situation am Umspannwerk in Kamenz. Hier wurde durch die Feuerwehr der Stadt und das THW, sowie am späteren Abend durch weitere 40 Einsatzkräfte aus Hoyerswerda und Lauta das Umspannwerk mit Sandsäcken vor Wassermassen geschützt.

*  E-Bus zum Berzdorfer See -
Die Stadt Görlitz bittet die Besucher des Berzdorfer Sees darum, sich dort so zu verhalten, dass der Aufenthalt für alle zu einem schönen Erlebnis wird. Diese Bitte richtet sich vor allem an die Gäste, die mit dem Auto zum See fahren.

Es gibt an jeder Badestelle Abstellplätze für Autos, die durch entsprechende Hinweise und Verkehrszeichen gekennzeichnet sind. Leider zeigte das letzte Wochenende, dass sich nicht jeder an diese Regeln hält. Wenn zum Beispiel Autos entlang der Straße am Nordost-Strand parken, kann es dazu kommen, dass weder Busse noch Rettungsfahrzeuge die Straße benutzen können.
"Wir wollen den Görlitzern und unseren Gästen gerne die Möglichkeit geben, im See zu baden und haben deshalb gemeinsam mit Schönau-Berzdorf in diesem Jahr drei Badestellen zur Benutzung freigegeben. Dass noch nicht alle wünschenswerten Rahmenbedingungen dafür geschaffen sind, ist uns bewusst", sagt Bürgermeister Michael Wieler.
"Aber wenn wir bis zur Herstellung jedes geplanten Parkplatzes und jedes Toilettenhäuschens warten würden, um den See freizugeben, wäre das Baden auch in den nächsten Jahren nicht möglich. Der See ist ein Bergbaufolgesee und befindet sich mitten in seiner Entwicklungsphase", erklärt Wieler und ist sich sicher, dass die meisten Gäste dies verstehen und auch nachvollziehen können, dass die vorhandenen Stellplätze nicht ausreichen, wenn jeder Besucher mit dem eigenen Auto an den See kommt.

*  Wenn Busse und Bahnen miteinander reden -
Durch das rechnergestützte Betriebsleitsystem für den Regionalverkehr (RegioRBL) in der Oberlausitz sollen die Fahrgäste in den Regionalbussen zukünftig entspannter ans Ziel kommen. Das System wurde jetzt offiziell in Betrieb genommen.
Insgesamt 19 Unternehmen im Gebiet des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) und des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) nutzen die Technik. Seit 2008 haben die Unternehmen und die Verkehrsverbünde, gefördert durch den Freistaat Sachsen, insgesamt über neun Millionen Euro in den Aufbau der Technik investiert. "Mit dem RBL für Ostsachen wird das Nutzen von Bussen und Bahnen einfach entspannter", sagt Sven Morlok, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.
Weite Wege zwischen Arbeitsplatz und Wohnung, Schule und dem Sportverein sind insbesondere in ländlichen Gebieten eher die Regel als die Ausnahme. Häufig steigen Pendler und Schüler zwischen den Verkehrsmitteln um. Besonders zwischen den Bussen verschiedener Gesellschaften war die Kommunikation früher sehr schwierig. Mit dem RegioRBL nutzen alle Regionalverkehrsunternehmen in den beiden Verkehrsverbünden die gleiche Technik. Insgesamt wurden über 900 Busse mit neuer Technik ausgerüstet. Durch GPS-Ortung weiß man immer, wo sich die Busse befinden und kann daher schneller Entscheidungen treffen: wartet der Anschluss, weil der Bus gleich kommt, oder verzögert das dann den weiteren Betriebsablauf. Entsprechende Hinweise erhält der Busfahrer auf das Display des Bordgerätes gesendet. Darüber hinaus wurden die Busse mit elektronischen Haltestellenansagen ausgestattet, um besonders ortsfremden Fahrgästen die Orientierung zu erleichtern.
Die Fahrplandaten der Fahrzeuge können die Fahrgäste unterwegs unter http://www.vvo-mobil.de/ von internetfähigen Handys abrufen oder sich schon im Voraus unter http://www.vvo-online.de/ über die tatsächlichen Abfahrtszeiten informieren.
"Damit wird die Information der Fahrgäste während der Fahrt deutlich verbessert", sagt Andrea Radtke, Geschäftsführerin von Regiobus Bautzen. "Insbesondere im regionalen Busverkehr, wo es bisher im Störungsfall nur wenig Informationsmöglichkeiten gab, hilft das RBL dem Fahrgast weiter."
Das RegioRBL wird über eine Schnittstelle mit den Betriebsleitsystemen der DB Regio AG und der Städtebahn Sachsen verbunden. Schrittweise legen die Unternehmen und Verbünde im Rahmen der Fahrplankonferenzen wichtige Umsteigebeziehungen fest, die zukünftig durch die bessere Abstimmung untereinander gesichert werden können. Damit wird es möglich sein, dass ein verspäteter Zug oder eine Straßenbahn einen Regionalbus informieren kann, so dass für die Fahrgäste noch ein Umstieg möglich ist.
Im Zuge der Einführung des RegioRBL wurde auch die gesamte Vertriebstechnik modernisiert. Dies umfasst sowohl die Geräte in den Bussen als auch im stationären Verkauf sowie auf den Elbfähren in der Region. "Die neuen Bordgeräte in den Bussen sind leicht zu bedienen. Ein großes Touch-Display macht den Ticketverkauf für die Busfahrer einfacher und übersichtlicher. Über die neuen Geräte ist jetzt der Verkauf sämtlicher Tickets von VVO und ZVON möglich. Das ist besonders für die Fahrgäste, die zwischen den Verbünden pendeln, ein großer Vorteil", erläutert Andrea Radtke. "Auch zukünftige elektronische Tickets können mit den Geräten erfasst und gescannt werden." In den Servicestellen der Regionalverkehrsunternehmen wurde schrittweise eine einheitliche neue Verkaufstechnik eingeführt, die über das gleiche umfassende Leistungsspektrum verfügt. Vor allem die schnelle Aktualisierung der Ticketdaten ist in der Praxis von Vorteil.
Für das Gesamtprojekt werden durch den Freistaat Sachsen insgesamt 7,46 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt. Neben den 19 beteiligten Unternehmen waren auch die beiden Verkehrsverbünde mit einer Summe von 1,34 Millionen Euro an der Finanzierung des RegioRBL beteiligt.  "Nur ein stabiler und zuverlässiger Nahverkehr kann eine Alternative zum eigenen Auto sein", betont Sven Morlok. "Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels trägt dieses innovative System zu einer bedarfsgerechten und kostengünstigen Organisation des Personenverkehrs in gering besiedelten Gebieten bei."

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