Verkehrsentlastung für die Stadt Bernsdorf * 1. Spatenstich des neuen Stadions * Tischlerei brennt * Randalierer in Rothenburg * Widerstand * Verletzter Wolf * Hammer-Urteil in Bautzen * Schönstes Osterei gesucht *
* Bautzener Standesamt schließt -
Die Bauarbeiten in den Räumen des Standesamtes neigen sich dem Ende zu. Die Mitarbeiter werden Anfang März wieder zurück in die Büroräume im Erdgeschoss des Gewandhauses ziehen. Aus diesem Grund bleibt das Standesamt am 1. und 2.März 2012 für den Publikumsverkehr geschlossen.
* Schönstes Osterei gesucht -
zum 59. Mal sucht der Förderkreis für sorbische Volkskultur e. V. das schönste sorbische Osterei. Letzter Abgabetermin der Kollektionen für die Teilnahme am Wettbewerb ist der 24. Februar. Der Wettbewerb für Kinder und Jugendliche wird separat durchgeführt und findet seinen Abschluss Mittwoch nach Ostern.
* Verletzter Wolf gefunden -
Am Donnerstag wurde bei Königswartha ein verletzter Wolf vom Jagdpächter im Wald gefunden. Nach tierärztlicher Untersuchung und in Rücksprache mit Fachleuten, entschied die zuständige Naturschutzbehörde, das Tier einzuschläfern, da kaum Heilungschancen bestanden.
Der Wolf wies mehrere entzündete Wunden auf. Möglicherweise hat eine Blutvergiftung zu der Schwächung des Tieres beigetragen. Zur weiteren Untersuchung wurde der Kadaver an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin gebracht. Bei dem Wolf handelt es sich um das Vatertier des Milkeler Rudels. Dies ist bereits der zweite tote Wolf im Jahr 2012, Anfang Januar wurde die Fähe des Daubaner Rudels überfahren.
* Ruhestörung und Widerstand -
Die Polizei hat in Görlitz sechs Randalierer kurzzeitig festgenommen. Sie hatten in ihrer Wohnung laute Musik gehört. Nur drei Stunden nach dem ersten Besuch der Polizei musste diese erneut ausrücken. Diesmal reagierten die fünf Männer im Alter von 21 bis 28 Jahren und die 23jährige Frau aggressiv. Einer ging mit einem Samuraischwert auf die Beamten los, die wehrten sich mit Pfefferspray. Die sechs Betrunkenen mussten daraufhin mit aufs Polizeirevier.
* Randalierer in Rothenburg unterwegs -
Beim Bürgerpolizisten in Rothenburg brachten Bürger Sachbeschädigungen an ihren Grundstücken zur Anzeige. So hatten Unbekannte auf der Südstraße und dem Sonnenhügel, wahrscheinlich zuletzt am Donnerstagabend gegen 21:00 Uhr, Mülltonnen umgeworfen, Zäune und Hausfassaden beschädigt. Zeugen, welche hierzu Angaben machen können, bzw. weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der nächsten Polizeidienststelle zu melden.
* Tischlerei brennt -
Ein Materiallager einer Tischlerei in Oppach brannte in der Nacht zum Donnerstag vollständig ab. Durch die 50 Kameraden der acht herbeigeeilten Feuerwehren konnte ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude zum Glück verhindert werden. Das Produktionsgebäude der Tischlerei blieb verschont.
Der vorläufige Schaden wird auf circa 100.000 Euro geschätzt. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Morgen an. Personen wurden nicht verletzt. Der Brandursachenermittler der Kriminalpolizei ist derzeit im Einsatz, um den Grund des Brandes zu ermitteln.
* 1. Spatenstich des neuen Stadions -
Der erste Spatenstich für das neue Eishockeystadion in Weißwasser soll im März erfolgen. In der Saison 2013/14 können die Bundesligaspiele bereits auf neuem Eis ausgetragen werden.
Verkehrsentlastung für die Stadt Bernsdorf -
Die Landesdirektion Dresden hat das Planfeststellungsverfahren für den Bau der S 94-Ortsumfahrung bei Bernsdorf abgeschlossen. Der Träger des Vorhabens, die Niederlassung Meißen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, kann auf der Grundlage des Planfeststellungsbeschlusses die Bauarbeiten in Angriff nehmen. Genehmigt wurde eine zweispurige Neubaustrecke von rund drei Kilometern Länge. Die Fahrbahnbreite beträgt sieben Meter. Die Ortsumfahrung ist für eine Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde ausgelegt.
Die Trasse verläuft östlich von Bernstadt in Nord-Süd-Richtung. Sie knüpft an ihrem südlichen Ende, in Höhe der Firma TD Deutsche Klimakompressoren GmbH, an die bereits fertig gestellte Ortsumfahrung Straßgräbchen an. Von dort verläuft sie durch das Waldstück „Langes Holz“ und die Felder östlich von Bernstadt. Der Lugteich wird an seinem Westufer passiert. Nach Überwindung der Bahnstrecke Bernstadt-Hoyerswerda, des Saxoniagrabens und des Zinkhüttenteiches bindet sie nordöstlich der Ortslage Bernstadt in die B97 ein.
Im Zuge des Baus der Ortsumfahrung wird die von Lieske nach Bernsdorf führende S 92 im Bereich des Lugteiches auf einer Länge von 650 Metern nach Süden verlegt. Die bestehende, gewässernahe Straße wird zurückgebaut und auf einen einspurigen Weg mit sandgeschlämmter Schotterdecke reduziert.
Der Bau der Ortsumfahrung ist erforderlich, weil der gesamte Durchgangsverkehr zwischen Hoyerswerda und Kamenz durch die Ortskerne von Bernsdorf und Straßgräbchen fließt. Dadurch sind die Anlieger hohen Lärm- und Schadstoffbelastungen ausgesetzt. Darüber hinaus beeinträchtigen die enge und kurvige Straßenführung, zahlreiche Grundstückszufahrten und Anliegerstraßen sowie fehlende Gehwege die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss. Mit der neuen Ortsumfahrung können diese Probleme deutlich reduziert werden.
Die Ortsumfahrung stellt einen Eingriff in Natur und Landschaft dar. Die genehmigte Planung reduziere diesen Eingriff jedoch auf das absolut unvermeidbare Maß. So wird zur Minderung der Zerschneidungswirkung das Niederungsgebiet am Saxoniagraben mit einer rund 90 Meter langen Brücke überwunden. Die Querung des Waldstücks „Langes Holz“ erfolgt auf dem kürzesten Weg und unter Nutzung bereits vorhandener Bewirtschaftungsschneisen. Dabei wird die Trassenbreite so gering wie möglich gehalten, in dem - wo möglich - auf Böschungen verzichtet wird.
Durch die Verlegung der S 92 vom Lugteich weg, erfährt der Biotopkomplex Lugteich/Streichteich eine wesentliche Entlastung und Aufwertung. Des Weiteren sind zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Größte Einzelmaßnahme ist die Neuaufforstung auf einer Fläche von 35.000 Quadratmetern am „Roten Wasser“. Kleinere Maßnahmen sind die Wiederherstellung einer Brutwand für den Eisvogel am Blauen See sowie die Neuanlage von Grünstrukturen.
* Urteil in Bautzen -
Eine 36jährige Frau aus Bautzen ist vom Verdacht der gefährlichen Körperverletzung frei gesprochen worden. Das Landgericht Bautzen erkannte die EU-Rentnerin als nicht schuldfähig an. Sie muss auch nicht in eine psychiatrische Anstalt da sie keine Gefahr sei, so das Gericht. Die Frau hatte Ende April 2010 in der gemeinsamen Wohnung nach einem Streit ihrem schlafenden Partner mit einem Hammer zweimal auf den Kopf geschlagen, sodass dieser schwere Verletzungen davontrug.
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