Wer ist wer? * Kleintiermarkt * Elektronische Beats * Wende Andritzki * Berufung verworfen * Jobbörse: Neuer Service * Theaterschnäppchen * Hochwasserschutz * Bürgersprechstunde *
* Bürgersprechstunde der SPD Bautzen -
Am 1. Februar in der Zeit von 17:00 bis 18:00 Uhr wird Benedikt Dyrlich in den Räumen der SPD-Geschäftsstelle in Bautzen, Vor dem Schülertor 13 zum Gespräch bereitstehen.
* Hochwasserschutz soll verbessert werden -
Die Landestalsperrenverwaltung will den Hochwasserschutz in Bautzen verbessern. Dafür hat sie die Spree zwischen der Weiten Bleiche und der Vorsperre des Stausees untersuchen lassen. Ermittelt werden soll, wo neue Anlagen zum Schutz errichtet werden müssen.
* Theaterschnäppchen des Monats -
Der Steppenwolf ist am 3. Februar im Bautzener Theater Theaterschnäppchen des Monats. Die Vorstellung beginnt 19:30 Uhr im großen Haus. Hesses Steppenwolf ist ein Weltbestseller. Besonders für die Jugend ist der Roman immer wieder zum Identifikations- und Bekenntnisbuch geworden, nur vergleichbar mit Goethes "Die Leiden des jungen Werther".
Harry Haller sehnt sich nach kleinbürgerlicher Harmonie und Geborgenheit ebenso wie er ihre Begrenztheit verachtet. Diesen Konflikt erklärt er sich damit, dass er sich gespalten hat: in einen zivilisierten, ordnungsliebenden und in einen zerstörerischen, chaotischen Teil. Er vergleicht sich mit einem heimatlosen Steppenwolf, der auch nicht weiß, wohin er gehört. Erschöpft von dem verzweifelten Kampf dem Chaos die Stirn zu bieten, steht er am Rande des Selbstmordes. Da findet er durch Zufall den Weg ins Magische Theater und erfährt eine neue Lebensperspektive. In über 50 Sprachen übersetzt, zählt die Auflage dieses Buches über 100 Millionen Exemplare. Damit ist er der meistgelesene deutschsprachige Roman des 20. Jahrhunderts.
Neuer Service -
Kathrin sucht einen Job als Bürokauffrau, Marek interessiert sich für eine Praktikumsstelle und Doreen möchte ab Februar als Verkäuferin arbeiten.
Diese und weitere Informationen sind die ersten Nutzer eines neuen Services der Jobbörse auf der städtischen Internetseite.
Bisher konnten hier Firmen ihre Jobangebote einstellen, nun ist es auch Jobsuchenden möglich, ihre Stellengesuche einzustellen. Für den kostenlosen Service genügen neben dem Eintrag eines aussagekräftigen Titels ein kleiner Suchtext sowie eine Kontaktmöglichkeit, um potentiellen Arbeitgebern die direkte Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Die Angaben wie Name oder Ort sind dabei freiwillig. Wie lange die Stellengesuche im Netz zu sehen sind, bestimmen die Eintragenden selbst. Spätestens nach vier Wochen werden die Anzeigen jedoch automatisch gelöscht. Mit dem neuen Service will die Stadt der Bezeichnung "Jobbörse" vollumfänglich gerecht werden.
* Berufung verworfen -
Das Landgericht Bautzen hat einen Kamenzer wegen Bedrohung in zweiter Instanz zu 600 Euro Strafe verurteilt. Es bestätigte damit ein Urteil des Amtsgerichts Kamenz. Der Mann hatte eine niedersächsische Landtagsabgeordnete bedroht. Im August 2011 sandte er ihr eine E-mail in der er schrieb, wenn sie tatsächlich die DDR, die Mauer und die STASI wieder haben wolle, würde er bei ihr erscheinen und sie umbringen.
Nach seinem Verständnis war dies nur eine Ankündigung für den Fall, dass die Frau ihre Aussagen, die sie in Interviews zuvor geäußert hatte, umsetzen wolle. Nach Auffassung der Kammer hat hier keine erlaubte politische Auseinandersetzung mehr stattgefunden, sondern der Angeklagte hat sich zur Durchsetzung seiner Meinung eines nicht erlaubten Mittels bedient, nämlich einen anderen konkret den Tod in Aussicht gestellt und sich damit der Bedrohung strafbar gemacht. Gegen das Urteil kann Revision beim Oberlandesgericht Dresden eingelegt werden.
* Wende Andritzki -
Am 4. Februar, einen Tag nach dem 69. Todestag von Alois Andritzki und anlässlich des ersten liturgischen Gedenktages, führen Jugendgruppen der katholischen Gemeinden aus Gera, Hermsdorf, Stadtroda-Kahla und Zittau das Drama „Wende Andritzki" vom Geraer Kaplan Adam Prokop auf. Die Musik dafür schrieb Kirchenmusikdirektor Michael Formella.
Alois Andritzki wurde 1914 in Radibor geboren. Nach seinem Studium der Theologie in Paderborn (bis 1938) bereitete sich Andritzki im Priesterseminar Schmochtitz, dem heutigen Bischof-Benno-Haus, auf seine Priesterweihe am 30. Juli 1939 vor. Er wurde Kaplan an der Hofkirche in Dresden. Am 21. Januar 1941 wurde er auf Grund seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus von der Gestapo verhaftet und zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Im Oktober 1941 wurde Alois Andritzki ins KZ Dachau überführt und dort am 3. Februar 1943 mittels einer Giftspritze ermordet. Am 15. Juni 2011 wurde er in Dresden seliggesprochen. Beginn der Aufführung ist 19:30 Uhr. Im Anschluss an das Stück wird der Vortragsraum des Bischof-Benno-Hauses offiziell in „Alojs-Andricki-Saal“ umbenannt.
* Elektronische Beats im Steinhaus -
Schallplatten transportieren Zeitgeschichte - Emotionen, Erzählungen und Klänge verschiedenster Epochen. Nach einer über 130jährigen Entwicklungsgeschichte ist die Platte zum Kult avanciert. Liebhaber und Sammler sind heutzutage besonders häufig im elektronischen Musiksegment vorzufinden. Das so genannte Vinyl wird hier nicht nur gesammelt, sondern an zentralen Sammelpunkten live und laut vom Plattenspieler gemixt abgespielt.
Ziel ist dabei, möglichst alle Anwesenden zum Tanzen zu animieren und den Zustand eines meditativen Gruppenrausches zu erzeugen, was ein selten gewordenes Gemeinschaftsgefühl hervorbringt.
Am 4. Februar soll das im Steinhaus in Bautzen zelebriert werden. Denn die ursprünglich zum 31. Dezember geplante Schließung des Hauses für die anstehende Sanierung wurde kurzfristig auf Februar verschoben.
Schallplattenunterhalter sind unter anderem die lokalen Vinylexperten Coline und Björn K. Los geht's im Steinhaus an der Steinstraße ab 22 Uhr.
* 10. Kleintiermarkt in Niedergurig -
Am 4. Februar findet von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr der nunmehr 10. Kleintiermarkt des Rassegeflügelzüchtervereins 1878 Bautzen und Umgebung e.V. in der Turnhalle Niedergurig statt. Er bietet die Möglichkeit zum Kauf und Tausch von jeglichen Kleintieren für Züchter und Liebhaber.
* Auf der Spur bedeutender Persönlichkeiten -
Am 5. Februar beantwortet Hagen Schulz in einer Führung um 15.00 Uhr die Frage nach dem "Wer ist wer?" in der Bautzener Stadtgeschichte. Der Museologe stellt etwa 40 Personen vor, die auf politischem, wirtschaftlichem, künstlerischem oder sozialem Gebiet gewirkt und ihre Spuren in der Stadt hinterlassen haben.
Ausgehend von dem Begründer des Museums, dem Bautzener Buchhändler Oskar Roesger, beginnt der Rundgang mit dem Stadtschreiber Peter Preischwitz, der Bautzen an die Hussiten verraten haben soll und dafür grausam bestraft wird. Zu Zeiten der Reformation bemüht sich Johann Leisentrit, Dekan des Domkapitels St. Petri, um religiöse Toleranz zwischen den Konfessionen.
In die Streitigkeiten der Protestanten gerät der Humanist Caspar Peucer, Schwiegersohn von Philipp Melanchthon und Leibarzt von Kurfürst August von Sachsen. Als sogenannter "Kryptocalvinist" verbringt er zwölf Jahre in Haft.
Seit dem Dreißigjährigen Krieg gilt der Arzt Gregorius Mättig als einer der bedeutendsten Mäzene der Stadt Bautzen.
In den Jahren der Deutschen Revolution von 1848/49 gehört der Jurist Friedrich Karl Gustav Stieber dem Parlament in der Frankfurter Paulskirche an. Etwa zeitgleich ist der Advokat Samuel Erdmann Tzschirner einer der führenden Köpfe des Dresdner Maiaufstandes. Während im 19. Jahrhundert die Kompositionen von Christian Gottlob August Bergt und Karl Eduard Hering in Kirchen und Konzertsälen der Region erklingen, erwerben kunstsinnige Oberlausitzer die Werke der Maler Gottlieb Moritz Julius Fiebiger und August Emil Theodor Gotthard Heino. Ganz im Stillen wirken die Schwestern Fanny und Elise Wannack. Sie unterstützen in Not geratene Bürger und bedenken die Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde St. Petri mit Stiftungen. Der Oberbürgermeister Dr. jur. Konrad Johannes Kaeubler trägt dazu bei, dass sich Bautzen bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges zu einem modernen Wirtschafts-, Verwaltungs-, Kultur- und Militärstandort entwickelt. An ihn und an viele andere - zum Teil in Vergessenheit geratene - Bautzener Persönlichkeiten erinnert Hagen Schulz auf diesem stadtgeschichtlichen Rundgang durch das Museum.
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