Wirtschaftsförderung durch neues Hartz IV Modell
Gutscheine sind im Gespräch. Für die Kinder von Hartz-IV Opfern. Um Bildung, Sport und kulturelle Teilnahme zu sichern. "Könnte auch eine Chipkarte werden", spekulieren Politiker und ARGEN. Weil Gutscheine, die ja immer wieder personalisiert werden müssen, natürlich mit dem derzeitigen Personal der Hartz-ARGEN nicht zeitnahe realisiert werden können. Mit einer Personalaufstockung bis zu 35% spekuliert man dort.
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PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0916 * Datum: 2. August 2010
Mit Hartz-IV-Gutscheinsystemen droht ein neues Desaster
Zu den Überlegungen, für Kinder im Hartz-IV-Bezug Gutscheine in Form von Chipkarten einzuführen, erklären Markus Kurth, Sprecher für Sozialpolitik, und Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:
Gutscheine für Kinder im Hartz-IV-Bezug einzuführen, ist nicht durchdacht. Stigmatisierung und Diskriminierung hielten dann Einzug in Kindergärten, Schulen und Sportvereine.
Die Diskussion um Gutscheine drückt ein völlig überzogenes Misstrauen gegenüber arbeitssuchenden Eltern aus. Bundesarbeitsministerin von der Leyen kann nicht von ihrem elitären Menschenbild lassen. Sie geht offenbar davon aus, dass Hartz-IV-Empfänger nicht in der Lage sind, mit Bargeld umzugehen und alle Bezüge auf der Parkbank versaufen.
Frau von der Leyen sollte sich nicht länger vor der Verantwortung drücken, für Kinder und Jugendliche einen existenzsichernden Regelsatz zu entwickeln, wie es ihr das Bundesverfassungsgericht am 09. Februar aufgetragen hat.
Neue Software-Katastrophen vergleichbar dem Mautsystem Toll-Collect oder der Arbeitsmarktsoftware A2LL sind zu erwarten, wenn die Bundesregierung nicht von ihrer Idee abließe, Kindern und Jugendlichen im Hartz-IV-Bezug, den bestehenden Bedarf per Chipkarte zu gewähren. Massive Datenschutzprobleme kämen hinzu.
Schon jetzt ist absehbar, dass eine Gutscheinlösung in erster Linie eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für IT-Systemhäuser wäre. Außerdem ist es zweifelhaft, dass solch eine Lösung pünktlich zur vom Bundesverfassungsgericht gesetzten Deadline 01. Januar 2011 zur Verfügung stände.
Gutscheine auf Papier wären noch unsinniger. Für deren Bearbeitung müsste eine Menge zusätzliches Personal eingestellt werden. Investiert würde nicht in Bildung, sondern in Verwaltung.
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Ihr
Christopher Ray
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Zu den Überlegungen, für Kinder im Hartz-IV-Bezug Gutscheine in Form von Chipkarten einzuführen, erklären Markus Kurth, Sprecher für Sozialpolitik, und Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:
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Kommentare
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Wime
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