Vorreiter: Kostenlose Kita für Zweijährige
► Einlagerung von CO2 ist gefährlich -
"Die Einlagerung von CO2 ist unnötig und gefährlich", warnt Johannes Lichdi, klima- und energiepolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion im Sächsischen Landtag, vor CO2-Lagerstätten in Sachsen, wie sie der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) plant.
Lichdi fordert eine Offenlegung der betroffenen Gemeinden. "Die Gemeinden und Anwohner müssen über die risikoreichen Pläne des Ministerpräsidenten unverzüglich informiert werden. Es geht nicht an, dass den Menschen über ihre Köpfe hinweg von der Landesebene eine gefährliche Lagerstätte vor die Haustüre gesetzt wird."
► Weitere israelische Luftangriffe -
israelische Kampfflugzeuge haben erneut Ziele im Gazastreifen angegriffen. Die israelische Armee beschoss zwei Schmugglertunnel im Palästinensergebiet. Das berichtet die israelische Tageszeitung "Haaretz".
► Wasser-Volksbegehren -
mehr als 21.000 Unterschriften sind für das Wasser-Volksbegehren in Berlin bereits im ersten Monat zusammen gekommen. Bis zum 27. Oktober sammelt die Bürgerinitiative 172.000 Unterschriften für ein Gesetz, dass die vollständige Offenlegung der Geheimverträge, die infolge der Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe abgeschlossen worden sind, vorsieht. Die Unterschriftmaterialien können auch im Internet unter www.berliner-wassertisch.net abgerufen und an andere Unterstützer bequem weitergeleitet werden.
der niederländische Toxikologe Henk Tennekes weist in einer aktuellen Untersuchung nach, dass die Langzeitrisiken der Insektizide Imidacloprid und Thiacloprid weitaus größer sind als bislang angenommen. Dies könne eine der Ursachen für die Bienenvolksterben in aller Welt sein. Die Studie 'The toxicity of neonicotinoid insecticides to arthropods is reinforced by exposure time' erschien am 23. Juli in dem Fachmagazin Toxicology.

Dr. Henk Tennekes zu seinen Ergebnissen: "Das Risiko von Pestiziden wie Imidacloprid und Thiacloprid wird wahrscheinlich enorm unterschätzt, besonders für Wasserlebewesen und Bodenorganismen. Die bislang gültigen Grenzwerte wurden weitgehend aus Kurzzeit-Tests abgeleitet. Würde man Langzeit-Versuche durchführen, könnten schon bei wesentlich geringeren Konzentrationen verheerende Schäden auftreten. Damit kann erklärt werden, wieso schon geringe Mengen Imidacloprid längerfristig Bienensterben verursachen können".
Imidacloprid wird unter den Handelsnamen Gaucho, Provado und Admire angeboten, der Wirkstoff gilt als meistverkauftes Pestizid weltweit. Thiacloprid wird unter den Namen Biscaya, Proteus und Calypso vertrieben. Beide Wirkstoffe gehören zur umstrittenen Wirkstoffklasse der Neonicotinoide, die unter anderem zur Behandlung von Saatgut verwendet wird.

in einem bundesweit einmaligen Schritt streicht Rheinland-Pfalz für Zweijährige die Kindergarten-Gebühren. Für die Drei- bis Sechsjährigen sind die Kitas in dem Bundesland schon länger gebührenfrei. Rheinland-Pfalz will mit der Neuregelung die Chancengleichheit im Bildungssystem und die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie verbessern. Verbunden damit ist ein Rechtsanspruch. Bundesweit soll der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder unter drei Jahren erst von 2013 an gelten.
zehn Jahre nach Einführung der Bachelor/Master-Studiengänge kehren einige Technischen Hochschulen in den Ingenieurfächern zum Diplom-Abschluss zurück. Auch in anderen Fächern wollen die neun führenden deutschen TUs die Rückkehr zum Diplom prüfen. Entscheidend sei, ob die Absolventen dadurch Vorteile hätten.
ein 15jähriger aus Zwickau ist in den Stubaier Alpen rund 250 Meter weit abgestürzt und konnte am Samstag nach Angaben der Polizei nur tot geborgen werden. Der Junge war mit seinen zwei Geschwistern und seinem Patenonkel vom Gipfel des Großen Trögler abgestiegen, als er ausrutschte und eine steile Felsrinne hinunter stürzte. Wegen Schneefalls und Nebels war seine Bergung nicht sofort möglich.
sieben Aktivisten sind in Mecklenburg festgenommen worden, weil sie die Genkartoffel Amflora von BASF ausgerissen haben. Die Aktivisten sehen in dem Anbau der Gen-Knolle einen gefährlichen Eingriff in die Natur und betrachten die Auspflanzung der Gen-Kartoffel als Notstand, der auch mittels zivilen Ungehorsams zu bekämpfen sei.
"Solange weder Politiker noch Gerichte Mensch und Natur vor der Gentechnik schützen, müssen wir eben selbst für den faktischen Widerruf sorgen", sagte Jänicke. Nach einem Bericht der taz bringt die Nutzung der Kartoffel dem Konzern gesamtwirtschaftliche Mehreinnahmen von ein- bis zweihundert Millionen Euro jährlich.
der Ökoaktivist Jörg Bergstedt (46) muss sechs Monate ins Gefängnis. Er hatte genetisch veränderte Gerste auf einem Versuchsfeld der Gießener Justus-Liebig-Universität ausgerissen. Dieses Urteil wurde jetzt auch in der dritten Instanz bestätigt. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat die Revision als unbegründet verworfen. Damit ist das Urteil rechtskräftig.
die Bundesnetzagentur hat erneut in zwei Fällen Bußgelder wegen unerlaubter Telefonwerbung verhängt. Die Bußgeldhöhe beläuft sich auf insgesamt rund 194.000 Euro. Die beiden Bußgeldverfahren umfassen mehrere Beschwerden von Verbrauchern.
ein 74jähriger Skipper soll für den Tod einer jungen Frau auf dem Schweizer Bielersee verantwortlich sein. Die Polizei hat ihn einen Monat nach dem Unfall als Hauptverdächtigen identifiziert, schreibt die "Sonntagszeitung". In der Schweiz hatte das Unglück große Empörung ausgelöst. Eine 24jährige hatte mit ihrem Freund auf dem See gepaddelt, als die Jacht heranraste und trotz Rufen und Handzeichen nicht ihren Kurs änderte. Das Opfer wurde von dem Motorboot erfasst und tödlich verletzt.
Russland steht in Flammen. Die verheerendsten Wald- und Torfbrände seit Jahrzehnten weiten sich immer mehr zu einer nationalen Katastrophe aus. Die Lage in vielen Regionen habe sich am Wochenende weiter verschlimmert. Das teilte der Chef des nationalen Krisenzentrums, Wladimir Stepanow, nach Angaben der Agentur Interfax mit. Bei den Bränden wurden mehr als 30 Menschen getötet und Hunderte verletzt. Tausende sind obdachlos.
Foodwatch hat den hohen Sauerstoffgehalt in verpacktem Frischfleisch kritisiert. Das schreibt das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Demnach testeten die Verbraucherschützer mehr als hundert Fleischpackungen aus den Kühlregalen von Rewe, Marktkauf, Aldi und Lidl. Dabei stellte Foodwatch in allen Proben eine Sauerstoffkonzentration von 60 bis 85 Prozent fest. Durch den Sauerstoff behält das Fleisch seine rote Farbe. Allerdings verliere es auch an Aroma, werde trockener und schneller ranzig. Die Handelsketten weisen die Kritik zurück.
bei einem Feuergefecht mit Polizisten hat ein 39 Jahre alter Mann in Mannheim Selbstmord begangen. Das hat die Obduktion ergeben. Der Mann hat sich mit seiner Pistole in den Kopf geschossen. Zuvor hatte er seinen Vermieter mit der Waffe bedroht. Die Polizei beobachtete die Wohnung zunächst. Als der 39jährige flüchten wollte, kam es zu dem Schusswechsel. Der Mann war bereits vor einiger Zeit wegen Waffen- und Sprengstoffdelikten aufgefallen und galt als psychisch krank.
nach tagelangem Streik der griechischen Tank- und Lastwagenbesitzer hat sich die Situation im Land entspannt. Das Militär übernahm als Streikbrecher die Belieferung von Krankenhäusern, Behörden, Elektrizitätswerken, Häfen und Flughäfen. Unter Polizeischutz wurden mehr als die Hälfte der Tankstellen in den großen Städten mit Treibstoff versorgt. Der Streik hat dem griechischen Tourismus geschadet. Tausende Urlauber mussten ihre Mietwagen aus Spritmangel stehen lassen, andere harrten lange auf Campingplätzen aus.
die Europäische Union hat 30 Millionen Euro Soforthilfe für Pakistan bereitgestellt. Damit soll den Opfern der schweren Überschwemmungen geholfen werden. Fast 900 Menschen waren durch die Naturkatastrophe ums Leben gekommen. Mit dem Geld sollen Notunterkünfte, Decken sowie die Aufbereitung von Trinkwasser und der Bau von Toiletten finanziert werden. Das Geld werde an Betroffene gehen, die ihr Hab und Gut verloren haben oder deren Häuser zerstört wurden, teilt die EU-Kommission mit.
ein deutscher Bergsteiger aus Unterhaching ist in den österreichischen Alpen abgestürzt und gestorben. Der 50 Jahre alte Mann war mit einem Freund in 2.000 Metern Höhe unterwegs. Auf einem steil abfallenden Weg rutschte er aus und stürzte rund 100 Meter in die Tiefe. Die Bergrettung konnte laut Sicherheitsdirektion Salzburg nur noch den Tod des Mannes feststellen.
die Ölpest im Golf von Mexiko zieht Kreise bis nach Thailand. Tausende Thailänder protestierten auf der Insel Samui gegen geplante Ölbohrungen vor ihrer Küste. Dorfbewohner, Fischer, Hoteliers und Umweltschützer formierten sich zu einer über 50 Kilometer langen Kette. Das berichtet die "Bangkok Post". Einige Demonstranten hielten Poster mit Bildern der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko hoch. Samui liegt im Golf von Thailand, wo Energiekonzerne große Erdgasreserven entdeckt haben.
das Unesco-Welterbekomitee hat die Harzer Wasserwirtschaft zum Weltkulturerbe erklärt. Das Wassersystem erzeugte schon vor 800 Jahren Energie für den Bergbau. Deutschland hatte die Harzer Wasserwirtschaft als Erweiterung der Welterbestätte "Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar" nominiert, die seit 1992 zum Unesco-Welterbe gehört.
dabei hat es Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung gegeben. Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam mitteilte, sprengte sich der Attentäter im Stadtgebiet in die Luft. Bereits in der Nacht zum Samstag wurden zwei Bundeswehrsoldaten bei einem Verkehrsunfall mit einem "Fuchs"-Transportpanzer nördlich von Pol-e-Khomri verletzt.
nach heftigen Regenfällen ist in Afragola bei Neapel ein Wohnhaus zusammengebrochen. Mindestens drei Menschen starben. Ein zehnjähriges Mädchen, das stundenlang unter den Trümmern gelegen hatte, konnte gerettet werden. Unklar ist, ob drei Afrikaner, die in dem zweistöckigen Haus wohnten, auch verschüttet wurden. Anwohner sagten jedoch, sie seien zur Unglückszeit nicht zu Hause gewesen. Das Gebäude war kurz nach Mitternacht zusammengefallen. Grund war vermutlich Wasser im Fundament.
Laura Dekker, die 14jährige Solo-Seglerin aus Holland, geht eine Woche nach der Gerichtserlaubnis auf Weltumseglung. Am Mittwoch werde sie mit ihrem Vater nach Portugal aufbrechen. Das teilte die Niederländerin in ihrem Weblog mit. Von dort segle sie alleine weiter - wann genau, sei noch nicht bekannt. Sie hatte ein Jahr lang mit Behörden um ihren Rekordversuch gestritten, als jüngste Seglerin aller Zeiten die Welt zu umrunden. Kinderschützer hatten Bedenken, dass sie dafür zu jung sei.
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