Bautzen: Schuhputz für Flutopfer * Maik Petzold und die Triathlon WM
♦ Schuhputz für Flutopfer -
Mit einer Spendenaktion der ganz anderen Art will jetzt das Orthopädieschuhfachgeschäft "Fuss und Schuh" den vom Hochwasser Geschädigten in Bautzen helfen. Während der 18. Bautzener Unternehmertage vom 17. bis 19. September werden die vier Mitarbeiter des Geschäfts im Ausstellungsbereich des NeGuS-Netzwerkes für Gesundheit und Soziales (Halle 2) den Besuchern und Ausstellern die Schuhe putzen.
Die symbolischen drei Euro, die man für jedes Paar blank geputzter Schuhe einnimmt, werden nach den Unternehmertagen komplett an den Bautzener Finanzbürgermeister Michael Böhmer zur Einzahlung auf das Flut-Spendenkonto der Stadt überreicht. "Wir sind ganz optimistisch, dass wir einen ordentlichen Betrag zusammenputzen", sagt Orthopädieschuhmachermeister Rainer Graf. Immerhin seien im vergangenen Jahr mehr als 12.000 Besucher auf den BUT gezählt worden, hinzu kämen noch einmal hunderte Aussteller, die ebenfalls mit mehreren Angestellten vertreten seien.
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Schwere Bedingungen -
die herrschten beim Finale der Triathlon WM-Serie am Sonnabend in Budapest. Dauerregen bei 18 Grad bremsten viele Sportler. Die Favoriten Alistair Brownlee (GBR) und Javier Gomez (ESP) machten letztlich das Rennen. Brownlee siegte im Sprint, während Gomez sich durch den 2. Platz den Weltmeistertitel der Serie sicherte.
Maik Petzold lief in der Verfolgergruppe ein hervorragendes Rennen, musste sich auf den letzten Kilometern zum Ziel auf dem Theodore-Roosevelt-Platz aber noch vier Athleten geschlagen geben. Darunter Mannschaftskollege Steffen Justus, der auf Platz drei sprintete und damit völlig überraschend Vizeweltmeister wurde. „Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Nach meiner Verletzung bin ich nun wieder vorn dabei", so Petzold nach dem Rennen.
♦ Umbau der ehemaligen Schule -
die Schule in Ludwigsdorf wurde im Dezember 1928 eingeweiht und bis 2002 als Schulgebäude genutzt. Nach acht Jahren Leerstand wird sie jetzt zur Kindertageseinrichtung für 26 Krippen- und 32 Kindergartenkinder umgebaut und nach ihrer Fertigstellung den Ludwigsdorfer Kindern als neues Domizil dienen. Für diese Umbaumaßnahme steht ein Investitionsvolumen in Höhe von 1,05 Millionen Euro zur Verfügung. Davon wurden 34.000 Euro Fördermittel für Investitionen für Kindertageseinrichtungen vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales in 2009 bereitgestellt.

Gebäude und Außenanlagen der ehemaligen Schule stehen unter Denkmalschutz. Bei der Planung und Bauausführung sind somit die Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen und mit baulichen, sicherheits- und brandschutztechnischen Anforderungen und dem Nutzungskonzept in Einklang zu bringen. Das äußere Erscheinungsbild der Schule mit seinem Klinkersockel, den Holzsprossenfenstern, dem mit Biberschwanzziegeln gedeckten Dach und den zwei Schornsteinen sowie die innere Struktur des Gebäudes bleiben weitestgehend erhalten. Der vordere Gartenbereich (von der Neißetalstraße aus) wird hinsichtlich Wegeführung und Pflanzungen entsprechend der historischen Gestaltung belassen. Im hinteren Bereich (zur Rothenburger Landstraße) wird das Spielgelände der Kinder integriert sowie die Stellplätze angelegt.

Im Souterrain werden die kleinen Krippenkinder untergebracht, im Erdgeschoss zwei gemischte Krippen-/Kindergartengruppen und im Obergeschoss eine Kindergartengruppe. Jede Gruppe hat seinen eigenen Garderoben- und Sanitärbereich - die kleinen Krippenkinder einen zusätzlichen Schlafraum. Im Obergeschoss wird es einen Mehrzweckraum und im Souterrain eine Küche, die auch von den Kindern genutzt werden kann, geben. Das Dachgeschoss ist der Leiterin und dem Personal vorbehalten, außerdem sind in dieser Etage Technikräume untergebracht.
Der Baubeginn vorgezogener Maßnahmen erfolgte mit der Medienverlegung bereits im Dezember 2009. Weitere Arbeiten im Souterrain der Schule folgten ab Januar 2010; mussten aber auf Grund des anhaltenden Winters unterbrochen werden. Den Startschuss für den Baubeginn der Gesamtmaßnahme gab es Anfang Mai 2010. Verschiedenste Gewerke sind inzwischen auf der Baustelle vertreten. Die Arbeiten am Dach sind abgeschlossen. Zurzeit werden die neuen Fenster eingebaut, die elektro- und haustechnische Rohinstallation ausgeführt, und die Bauhauptleistungen erbringen die erforderlichen Vor- und statischen Umbauarbeiten. Im September werden weitere Gewerke wie Trockenbau, Akustikdeckenbauer, Metallbau, Maler sowie die Außenanlagenbauer beginnen. Die Fertigstellung der Kindertageseinrichtung ist für Februar 2011 geplant.
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