Weißwasser: Jüdischer Friedhof geweiht
♦ Hilfe für Neißetalbahn -
die vom Hochwasser zerstörte Bahnverbindung Görlitz - Zittau muss schnell wieder für den Zugverkehr hergerichtet werden. Das fordert Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok. In einem Brief hat Morlok den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn Rüdiger Grube gebeten, sich persönlich in Berlin und Warschau für den schnellstmöglichen Wiederaufbau der Gesamtstrecke einzusetzen. Sie wird sowohl in Ostsachsen als auch in Polen gebraucht, heißt es in dem Schreiben weiter.
♦ Fördermittel -
die Landesdirektion Dresden hat der Gemeinde Spreetal für die weitere Erschließung am Industriestandort Schwarze Pumpe 14,4 Mio. Euro zugewiesen. Mit dem Geld will Spreetal bis zum Jahr 2013 eine Abwasser- und eine Regenwasserbehandlungsanlage neu bauen bzw. sanieren. Damit sei die notwendige infrastrukturelle Erschließung und der Ausbau des Standortes auf lange Sicht gewährleistet. Auf dem 680 Hektar großen Industriegebiet sind gegenwärtig 80 Firmen mit 3.600 Beschäftigten angesiedelt.
♦ Jüdischer Friedhof geweiht -
Landesrabbiner Salomon Almekias-Siegl hat in Weißwasser den jüdischen Friedhof geweiht. Dieser befindet sich auf dem Gelände des Städtischen Friedhofes und war 1982 eingeebnet worden. Die Denkmalkommission der Stadt hatte sich 8 Jahre lang um die Wiederherstellung der Anlage bemüht. Weißwasser selbst hat keine eigene jüdische Gemeinde mehr. Das Areal ist Bestandteil des Denkmalpfads, zu dem vier weitere Stationen gehören.
♦ Vermisste aufgefunden -
die vermisste Kamenzer Stadträtin Annett Merbitz ist gefunden worden. Sie war im Karlswald bei Radeberg unterwegs und stark unterkühlt. Pferdestaffel, Rettungshubschrauber und Rettungshundestaffel hatten nach ihr gesucht. Ein konkreter Hinweis führte schließlich zum Ziel.
♦ Stadtverwaltung bildet Nachwuchs aus -
die umfangreichen Tests und das Vorstellungsgespräch gemeistert haben sechs junge Leute die jetzt ihre Ausbildung bei der Stadtverwaltung Görlitz beginnen. Wie im Vorjahr werden vier neue Verwaltungsfachangestellte ausgebildet. Hinzu kommt ein Vermessungstechniker sowie ab Oktober eine Studentin zur Diplom-Betriebswirtin/Öffentliche Wirtschaft.
Foto: Auszubildende und Berufsanfänger in der Stadtverwaltung Görlitz
"Sechs jungen Menschen eröffnet die Stadtverwaltung erneut eine Perspektive in der Heimat, sie haben einen Ausbildungs- bzw. Studienplatz erhalten. Aber sie sind nun auch gefordert, alle Anstrengungen auf die Ausbildung zu konzentrieren. Ein erfolgreicher Abschluss erhöht letztlich ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz in unserer Verwaltung, denn aufgrund der Altersstruktur werden wir bereits in wenigen Jahren Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften haben.", motiviert der Görlitzer OB Joachim Paulick die Lernenden.
Im Rahmen einer Feierstunde begrüßte Bürgermeister Dr. Michael Wieler die "Neuen" am 1. September im Görlitzer Rathaus: "Ich wünsche Ihnen für diesen neuen Abschnitt in Ihrem Leben alles Gute und viel Erfolg, bleiben sie optimistisch, lernwillig und leistungsbereit. Der Ernst des Lebens wartet jetzt auf Sie, denn die Schulzeit war, trotz hoher Anforderungen, alles in allem eine behütete Zeit. Während Ihrer beruflichen Ausbildung werden Sie erfahren, dass nur derjenige Erfolg hat, der auch künftig eisern lernt und sich gründlich auf neue Aufgaben vorbereitet."
♦ Interesse in Bautzen -
ein Investor prüft derzeit die Errichtung eines Handelshauses am Lauengraben, in dem sich z. B. mehrere Textilanbieter und ein Elektronikfachmarkt mit 300 und mehr Quadratmetern Verkaufsfläche ansiedeln könnten. Ein weiterer Investor denkt über den Bau eines drei- bis vierstöckigen Gebäudes mit einem Lebensmittelvollsortiment, einem Gesundheitszentrum sowie Büro- und Wohneinheiten zwischen Rosen- und Tuchmacherstraße nach. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt.
An beiden Standorten soll es nicht nur Neuansiedlungen mittlerer und größerer Handelseinrichtungen sondern auch Erweiterungsmöglichkeiten für bereits in der Stadt ansässige Anbieter geben. Bislang gebe es nur Ideen, die derzeit den Gremien des Stadtrates vorgestellt würden. Sofern die Pläne aus Sicht der Investoren umsetzbar erscheinen, werden sie konkret veröffentlicht.
♦ Anwohnerin verhindert Verschwinden -
eine Frau hat in Hähnichen den Diebstahl eines Traktors verhindert. Sie alarmierte die Polizei weil die merkwürdige Geräusche hörte. Die herbeigeeilten Beamten konnten die Landmaschine im Bereich des Grenzübergangs bei Podrosche ausmachen und verfolgten das Fahrzeug im Rahmen der Nacheile auf das Territorium der Republik Polen. Hinter einer Lagerhalle wurde der elf Jahre alte Favorit 716 Vario mit Anhänger stehend festgestellt. Dem oder den Tätern gelang die Flucht. Die informierte polnische Polizei übernahm die Maßnahmen vor Ort.
♦ Autofahrer gestorben -
ein Autofahrer ist bei einem schweren Unfall auf der B169 nahe Lauchhammer (Oberspreewald- Lausitz) ums Leben gekommen. Der 61jährige war mit seinem Wagen in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem anderen Auto zusammengeprallt, wie das Lagezentrum in Frankfurt (Oder) mitteilte. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Seine 68 Jahre alte Beifahrerin und die 48 Jahre alte Fahrerin des zweiten Autos kamen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.
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