1RechtSoLogoDas Amtsgericht Görlitz hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen einen 52-jährigen Görlitzer einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung erlassen. Der Mann hat kein Rechtsmittel eingelegt und ist somit rechtskräftig zur Zahlung einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen verurteilt. Er gilt damit als vorbestraft.

Der Mann hat seine 56-jährige Lebensgefährtin zwei Wochen lang hilflos im Wohnzimmer auf dem Fußboden liegen lassen. Sie war im Juni 2012 in der Wohnung gestürzt und hatte sich den Oberschenkelhalsknochen gebrochen. Sie konnte sich nicht mehr bewegen, lag auf dem Fußboden, ohne dass der Mann sich um sie kümmerte. Dabei zog sie sich massive Durchliegegeschwüre zu.

 

Dritte fanden sie rein zufällig und riefen einen Arzt. Doch die Hilfe kam zu spät. Der Zustand der Frau verschlechterte sich massiv, sie starb schließlich Mitte Juli an einem Multiorganversagen.

Das Gericht befand den 52-Jährigen durch sein Nichtstun am Tod der Partnerin für schuldig. Es ging allerdings von Fahrlässigkeit aus.

 

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