Diebstahl wurde dem 18-jährigen gebürtigen Slowaken1RechtSoLogo Stefan H. aus Bernstadt a. d. Eigen zur Last gelegt. Dazu hieß es sinngemäß in der Anklage, der junge Mann habe im Juni diesen Jahres an der Löbauer Heinrich-Pestalozzi-Schule das Handy eines Mitschülers aus der Umkleidekabine gestohlen. Das entspreche der Wahrheit, räumte der Angeklagte kleinlaut während der Hauptverhandlung ein. Eigentlich wollte er das Mobiltelefon ja für sich behalten oder verkaufen. Offensichtlich bekam er aber Gewissensbisse.

 

Da habe er sich anders entschieden und es seinem Besitzer zurückgegeben. Trotzdem hatte dieser Anzeige erstattet.

Den bisherigen Lebensweg des seit 2011 mit seinem Vater und der deutschen Stiefmutter hier lebenden Jungen schilderte die Vertreterin der Jugendgerichtshilfe, Beatrix Berger, zu der er offensichtlich gute Kontakte hat. Auf ihre Initiative hin begann er auch bereits im Vorfeld des zu erwartenden Prozesses, als eine Art der Wiedergutmachung gemeinnützige Arbeitsstunden abzuleisten. Allerdings ging aus den Unterlagen hervor, dass er bereits vor Jahren in seiner ursprünglichen Heimat einen Diebstahl beging. Dabei handelte es sich um einen Warenwert von zwölf Euro.

Staatsanwalt Till Neumann machte dem Angeklagten noch einmal nachdrücklich klar, dass eben auch ein geringfügiger Diebstahl eine Straftat ist. Anknüpfend an die Ausführungen der Vertreterin der Jugendgerichtshilfe beantragte er, ihm eine Strafe von 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit aufzuerlegen. Dabei sollten die bereits geleisteten 30 natürlich anerkannt werden. Diesem Vorschlag schloss sich das Gericht im Urteil an.

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