Monika Berger-Lenz * Das bedingungslose Grundeinkommen aus soziologischer Sicht
Im Tagesgeschäft einer Redaktion erscheinen manche Dinge so selbstverständlich, dass man nicht an eine Veröffentlichung denkt. Man glaubt aus dem Selbstverständnis heraus, all das wäre schon öffentlich. Schließlich kennt man es ja. Ausführlich.
Das Bedingungslose Grundeinkommen. Zum Beispiel. Bei FAKTuell schon so lange Thema, dass man ungewollt Insiderwissen ansammelt. Manchmal hilft der Zufall. Wie in diesem Fall. AMAZON hat seinen Buchservice ausgeweitet. Jetzt bietet man dort auch ein Autorenportrait für den intensiveren Leserkontakt an. Ich durfte dieses Portrait für Monika Berger-Lenz anfertigen. Dabei bin ich wieder auf diese Arbeit von 2008 gestoßen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
Das bedingungslose Grundeinkommen aus soziologischer Sicht
Monika Berger-Lenz
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten, einseitig bedruckt, Note: 1,7, FernUniversität Hagen, 42 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Kommentar des Dozenten: Eine weithin überzeugende Arbeit. Sie ist gut gegliedert, sprachlich unmissverständlich und in der Art, wie Ergebnisse produziert werden, stimmig. Auffallend auch die gute Ver- und Einarbeitung relevanter Einzel-Literatur... In der gelungenen Kombination volkswirtschaftlicher (Götz Werner) und vor allem soziologischer Argumente (Beck, Vobruba u.a.) erarbeitet die Verfasserin einen insgesamt überblickshaften, gleichwohl inhaltsreichen Ergebniszusammenhang. Das macht die Verfasserin mit Geschick und auch offensichtlicher Fachkompetenz.
Abstract: Der Mensch braucht Einkommen, um zu leben. Und er hat zunehmend seltener die Möglichkeit, dieses Einkommen aus Arbeit zu beziehen. An dieser Stelle setzt die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens, im folgenden BGE genannt, an.
Doch wäre das BGE tatsächliche eine Lösung? Welche Auswirkungen hätte es auf die Menschen? Würden sie vielleicht ihre sozialen Kontakte verlieren, sich zurückziehen, isolieren? Würden sie krank werden, weil ihnen die Arbeit fehlt? Möglicherweise würden sie sich nicht mehr bilden? Wie steht es um das Leben in der Familie, wenn es das BGE gäbe? In dieser Arbeit werden diese Punkte näher betrachtet. Bei der zugrundeliegenden Literatur handelt es sich um sozialwissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien.
Empirische Untersuchungen einer solchen Situation gibt es nicht, da es das BGE noch nicht gibt. Die Diskussion dazu verläuft allerdings immer engagierter. An dieser Stelle soll ein Überblick über den Stand der Debatte gegeben werden. Dabei überwiegt die Argumentation der Befürworter eines BGEs.
Eine grundlegende Auseinandersetzung der Kritiker des BGEs mit diesem Thema gibt es derzeit kaum. Wo es sie gibt, bezieht sie sich hauptsächlich auf wirtschaftliche Argumente. Unabhängig davon, inwieweit diese zutreffen oder auf Annahmen statt Zahlen beruhen, sollen an dieser Stelle jedoch lediglich die soziologischen Aspekte betrachtet werden. In einem ersten Teil wird das BGE definiert. Dabei werden sowohl Ursprung der Idee als auch aktuelle Konzepte näher betrachtet. In den folgenden Kapiteln sollen die verschiedenen soziologischen Aspekte eines BGEs dargestellt werden. Es wird sich dabei zeigen, dass die Einführung eines BGEs ein grundlegendes Umdenken in der Gesellschaft zur Folge haben dürfte. Die Auswirkungen eines BGEs auf die Gesellschaft wären voraussichtlich enorm.
Das bedingungslose Grundeinkommen aus soziologischer Sicht
Monika Berger-Lenz * Grin Verlag
Weitere BGE-Titel von Monika Berger-Lenz & Christopher Ray:
Das Bedingungslose Grundeinkommen - eine Chance zum Leben?
Ein Projekt in Namibia und Aspekte der möglichen Übertragbarkeit
auf die Bundesrepublik Deutschland
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Bedingungsloses Grundeinkommen * Jobs on Demand
oder: Taschengeld statt Hamsterrolle
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