Christopher RayGerade kam eine Pressemitteilung der AOK zum Thema Krankenhaus. Unnötige Operationen und schlechte Qualität werden darin bemängelt. Umsatz ist auch der Gott des Medizinsystems. Insbesondere Krankenhäuser sind angehalten kostendeckend und möglichst mit Gewinn zu arbeiten. Es ist längst kein Geheimnis mehr, das dies zu Lasten der Patienten geht.

Da kommt es zu so seltsamen Geschichten, wie ich es persönlich vor einigen Jahren erlebt habe. Mein Asthmaspray hatte ich verloren. An einem Sonntag. Also ab in die Ambulanz eines Krankenhauses. Mein Problem geschildert und umgehend Berodual-Spray erhalten. Soweit so gut. Dann bekam ich ein seltsames Angebot. "Sie haben ein Recht auf eine Darmspiegelung", sagte der Arzt unvermittelt. "Wollen wir die gleich machen?"

 Ich verwies darauf, dass ich keinen Zusammenhang zwischen meinen Atemproblemen und einer Darmspiegelung erkennen konnte. "Sie sind in dem Alter, ab dem Sie Anspruch auf eine kostenlose Darmspiegelung haben", meinte der Arzt, "und wenn Sie schon hier sind…!"

Sparen wir uns den Rest. Das Gesundheitssystem lebt von solchen sicher finanzierten unnötigen Angeboten. Als Herzkatheter von den Krankenkassen gut bezahlt wurden, wollte man mir auch diesen aufschwätzen. Mit der massiven Verkaufsargumentation: "Sonst sind Sie in zehn Minuten tot!!!" Auch das habe ich abgelehnt. Die 10 Minuten laufen noch immer - seit Dezember 2006…

Seit vielen Jahren habe ich mich der sogenannten "Alternativen Medizin" zugewandt. Ohne Vorurteile. Anfangs wurde ich dafür häufig angefeindet. Denn viele Menschen wollen nicht aus ihrem Kästchendenken heraus.  Für Gesundheit sind die Ärzte zuständig, glauben sie. Die vollen Wartezimmer sprechen dafür, dass in diesem Kästchen viele Menschen zuhause sind. Da kann man so schön die eigene Verantwortung abgeben. Wie das in vielen anderen Lebenssituation so gern und erfolglos getan wird.

Es hat mich schon immer gewundert, weshalb viele Menschen so einen Tunnelblick pflegen. Wer einmal genau hinschaut, der wird nicht übersehen können, dass es mehr als eine Schublade gibt. Ein Apothekerschrank ist ein gutes Beispiel dafür - er hat Dutzende von Schubladen. Also gibt es nur einen akzeptablen Schritt: Raus aus der Schublade, in die man sich selbst eingesperrt hat, vor den Schrank der Möglichkeiten stellen und in die Kästchen hineinsehen. Dann kann man sich dort bedienen, wo man wirklich Hilfe findet.

Wenn Ihnen das noch nicht verständlich genug ist, dann empfehle ich Ihnen dieses Video zum Thema "Leben nach…". Danach verstehen Sie, wie beschränkt man in  Kästchen lebt und denkt.

Sie dürfen jetzt weitermachen.
Ihr
Christopher Ray

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