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Freundin
Christopher
Ray & Eric E. deWitt
Ich
gewöhn mich nicht so schnell
An menschen - auch nicht virtuell
Freundschaft biet´ ich selten an
Damit mich nichts verletzen kann
Kontakte über´s worldwideweb
Wozu - ich mach´ mich nicht zum depp
Und
ausserdem bin ich ein mann
Der nur etwas begreifen kann
Wenn er es in den händen hält
Das web wird niemals meine welt
Das hab´ich - bis vor ein paar wochen
Mit überzeugung ausgesprochen
Und hab´
das vehement bei jedem
Mit nachdruck und recht laut vertreten
Denn ich will - ganz besonders frau´n
Beim erstkontakt in´s auge schaun
Bevor ich es mit ihnen treibe
Ergo - intime mailings schreibe
Und dann
ist es mir doch passiert
Ich wurde durch dein mail verführt
Am anfang wusst ich nicht genau
Bist du noch mädchen - oder frau
Drum dacht ich gleich am ersten tag
Besser wenn ich dich garnicht frag
Ich seh´
dich und ich kenn dich nicht
Ob kind - ob falten im gesicht
Hier zählt es nicht - das sexuelle
Und ob ich solche fragen stelle
Ist eindeutig unwesentlich
Im web zählt einfach nur das ich
Und
jetzt - gut 100 mailings später
Fühl ich mich als reali-täter
Durch dich da lernte ich ganz schnell
Real zählt wenig - nur reell
Und ich spür ganz tief in mir drin
Wie sehr ich dir verbunden bin
Darum
sitz ich an dem gerät
Meistens noch bis abends spät
Und wenn ich mich ins web einwähl
Dann ist der hauptgrund deine mail
Platonisch - oder virtuell
Du bleibst doch meine Freundin - gell
Inspiriert durch Eric´s
"Liebeserklärung" für seine virtuelle Freundin.
Einer der schönsten Artikel, die es zu diesem Thema gibt. -CR-
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