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Muriel Scheu: Kein ganzes Halbes |
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Dienstag, 19. Januar 2010 |
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Die Autorin dieses Buches war ein Junkie. Ihre Lieblingsdrogen waren Heroin und vergleichbare Opiate. So wirklich am Abgrund war die mittlerweile über 50jährige allerdings nie. Im Gegenteil: sie sah die Welt. Muriel Scheu berichtet in ihrer Autobiographie, wie sie mit Bob Marley feierte, für den Hollywood-Regisseur Peter Bogdanovich in Malaysia arbeitete, Rockstar Billy Idol seinen ersten Schuss setzte, mit den Toten Hosen Zeit verbrachte, für den Bayrischen Rundfunk arbeitete und über ihre Kindheit in Afrika, wo ihre Eltern beruflich tätig waren. Dies alles - und das ist vielleicht ein kleiner Kritikpunkt - etwas wild durcheinander, so wie diese Aufzählung wirkt. Natürlich berichtet die Autorin von ihren Drogenerfahrungen, die sie in rasendem Tempo machte. Eine Woche nach dem ersten Joint nahm sie bereits LSD und spritzte zum ersten Mal Heroin. Seit einigen Jahren ist sie clean. Sie verherrlicht nichts, bereut aber auch nicht. Die Erzählstruktur des Buches ist wir erwähnt gewöhnungsbedürftig. Das Ende ist überhastet, das muss man zweifellos so sagen. Einzelne Szenen erscheinen auch überflüssig. Im großen Ganzen ist "Kein ganzes Halbes" aber die interessante Lebensbeichte einer Frau, die die Welt bereiste und Drogen aller Art konsumierte.
Muriel Scheu: Kein ganzes Halbes - Mein schönes Leben als Junkie Verlag: Wunderlich ISBN: 978-3805208796
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