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 US-Nukleargipfel geplant - US-Präsident Barack Obama hat beim G8-Gipfel in Italien detaillierte Pläne für ein Spitzentreffen über atomare Sicherheit vorgestellt. Schon im März kommenden Jahres sollen die Staats- und Regierungschefs von bis zu 30 Ländern in Washington zusammenkommen, erklärte Obama in L'Aquila. Auf dem G8 Gipfel wollen die führenden Wirtschaftsnationen heute mit den sogenannten Schwellenländern wie Indien und Brasilien sprechen. Ein wichtiges Thema wird der Klimaschutz sein.
Erhebliche Sicherheitslücken - US-Ermittler haben erhebliche Sicherheitslücken bei besonders geschützten Regierungsgebäuden aufgedeckt. In mindestens zehn Fällen sei es ihnen im vergangenen Jahr gelungen, Material zum Bombenbau in Regierungsstellen zu schmuggeln, heißt es in einem Bericht für den US-Kongress. Auch die Qualifikation der Wachleute sei häufig mangelhaft gewesen. Wo genau die Sicherheitsvorkehrungen überprüft wurden, wurde nicht gesagt.
70 Tote bei Anschlägen - im Irak haben Terroristen binnen weniger Stunden etwa 70 Zivilisten getötet. Ziel ihrer Anschläge waren ausschließlich Wohngebiete, in denen schiitische Muslime leben. In einem Wohnbezirk der 450 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Tel Afar rissen zwei Selbstmordattentäter 35 Menschen mit in den Tod. Die meisten Opfer sind Frauen und Kinder. 45 weitere Menschen wurden verletzt. In Bagdads Schiiten-Vorstadt Sadr-City wurden 7 Menschen getötet, als zwei Bomben auf einem Markt explodierten.
 Piraten entern Deutschland - die Piratenpartei muss innerhalb der nächsten 14 Tage in jedem Bundesland, in dem sie für die Wahl zum Bundestag kandidieren will, 2.000 Unterstützerunterschriften nachweisen. Wie in vielen anderen Bundesländern haben die Piraten auch in Berlin bereits mehr als die benötigten Unterschriften erhalten. Sie richten ihre Energie nun auf Brandenburg, wo noch über tausend Unterschriften fehlen. Unter http://ich.waehlepiraten.de/ kann man das Unterstützerformular herunterladen, unterschreiben und selbst bei der Gemeindeverwaltung beglaubigen lassen. Beglaubigte Formulare können von Landesverbändern noch bis zum 19.7. entgegengenommen werden.
Besuch bei Witwer - die Tragödie um den Mord an der Ägypterin Marwa S. im Landgericht nimmt politische Dimensionen an. Der ägyptische Botschafter Ramzy forderte ein rasches und gerechtes Urteil für den mutmaßlichen Täter. Er stattete dem von einem Polizisten schwer verletzten 32jährigen im Uniklinikum einem Besuch ab.
 Barroso offiziell nominiert- die EU-Staats- und Regierungschefs haben Kommissions-Präsident Barroso offiziell für eine zweite Amtszeit nominiert. Das teilte die schwedische Ratspräsidentschaft mit. Über die Nominierung Barrosos sei in einem schriftlichen Verfahren entschieden worden. Nun muss das Europaparlament über die Kandidatur des konservativen Portugiesen entscheiden. Sozialdemokraten und Grüne sind gegen eine zweite Amtszeit des 53jährigen. Konservative und Liberale haben nicht die nötige Parlaments-Mehrheit, um Barroso für weitere fünf Jahre zum EU-Kommissionspräsidenten zu machen.
Bundeswehr angegriffen - Bundeswehr-Soldaten haben sich im Norden Afghanistans erneut ein Feuergefecht mit Aufständischen geliefert. Die Bundeswehr teilte mit, Soldaten seien nicht verletzt oder getötet worden. Ein deutscher Konvoi sei in der Nacht in der Provinz Baghlan aus einem Hinterhalt heraus mit Handfeuerwaffen und Panzerfäusten beschossen worden. Die Soldaten hätten das Feuer erwidert. Bei einem schweren Anschlag in Afghanistan waren am Morgen mindestens 25 Menschen getötet worden, darunter auch Schulkinder.
 Kein Bombodrom - Verteidigungsminister Franz Josef Jung verzichtet auf den Ausbau der Kyritz-Ruppiner Heide in Brandenburg zum größten Luft-Boden-Schießplatz der Bundeswehr in Deutschland. Über das sogenannte Bombodrom hatte es jahrelangen Streit gegeben. Zuletzt hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Ende März entschieden, dass auf dem Areal auch künftig keine Tiefflieger trainieren dürfen. Dagegen hätte Jung bis Mitte Juli Revision einlegen können.
Vorwürfe zurückgewiesen - im neuen Formel-1-Streit weist der Automobil- Weltverband FIA die Vorwürfe der Teamvereinigung FOTA zurück. Es sei einfach unwahr, dass den FOTA-Rennställen erst vorgestern mitgeteilt worden sei, dass ihnen derzeit kein Mitspracherecht in Regelfragen zustehe, so die FIA.
Weltrekord über 100 Meter Rücken - Aaron Peirsol hat bei den US-Schwimm-Meisterschaften in Indianapolis für einen Weltrekord gesorgt. Der Olympiasieger über die 100 Meter Rücken gewann auf seiner Paradestrecke in 51,94 Sekunden und blieb damit als erster Mensch unter 52 Sekunden auf dieser Distanz. Peirsol verbesserte den erst am 1.Juli aufgestellten Weltrekord des Spaniers Aschwin Wildeboer um 44/100.
Plastinator hält Vortrag -
 der Plastinator Gunther von Hagens hält am 15. Juli einen Vortrag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Anatom werde über das Spannungsfeld zwischen Ethik, Aufklärung und Wissenschaft referieren, wie ein Sprecher der Universität in Jena mitteilte. Mit seinen Körperwelten-Ausstellungen sorgt von Hagens, der sein Medizinstudium 1965 in Jena begonnen hatte, regelmäßig für kontroverse Diskussionen über ethische Normen. FAKTuell-LeseTipp: Plastinator von Hagens: Ich mag die Kontroverse
Schweden liefert aus - der oberste Gerichtshof Schwedens hat die Auslieferung eines mutmaßlichen Kriegsverbrechers nach Ruanda gebilligt. Sylvere Ahorugeze werde schon binnen weniger Wochen seinem Heimatland überstellt, teilte Justizministerin Beatrice Ask in Stockholm mit. Der Mann wird beschuldigt, am Völkermord im Jahre 1994 mitgewirkt zu haben. Er wurde im vergangenen Jahr auf der Grundlage eines internationalen Haftbefehls festgenommen, als er in der ruandischen Botschaft in Stockholm den Pass seiner Frau verlängern wollte.
Vom Aussterben bedroht - angesichts der Lage des Blauflossentunfischs startet die Umweltschutzorganisation WWF eine europaweite Schutzkampagne. Händler, Restaurants, Verbraucher und - vor allem - Sushi-Meister sollten zumindest solange auf die begehrte Delikatesse verzichten, bis sich die Bestände wieder erholt hätten. Nach WWF-Angaben wird derzeit noch immer viermal mehr Blauflossentunfisch gefangen, als nachhaltig wäre. Wenn sich an der Fischereipraxis nichts ändere, könnte die fortpflanzungsfähige Population nach WWF-Untersuchungen bis zum Jahr 2012 aus dem Mittelmeer verschwunden sein. In Deutschland sind es vor allem die Sushi-Bars, die den Blauflossentunfisch (auch Roter Tunfisch genannt) als Delikatesse servieren.
Mehr Unternehmensinsolvenzen - 7,1 Prozent mehr Unternehmen haben im April 2009 Insolvenz angemeldet als im April 2008. Von Januar bis April 2009 wurden 10.691 Insolvenzen von Unternehmen sowie 32.357 Insolvenzen von Verbrauchern gemeldet.
Stahlträger für Waldschlösschenbrücke - für die Waldschlösschenbrücke wurden in der Nacht die ersten Stahlteile geliefert. Laut Reinhard Koettnitz vom Tiefbauamt sind die Brückenteile um die 25 Meter lang und 5 Meter breit. Mit einem Spezialkran werden sie heute früh für den Einbau heruntergehoben und vorbereitet.
Toter bei Eifersuchtsdrama - ein 44jähriger Mann hat in Geithein bei Leipzig seine Exfrau und ihren neuen Lebensgefährten mit mehreren Waffen bedroht und sich anschließend das Leben genommen. Der Mann war in das Haus seiner 43jährigen Exfrau und ihres neuen Lebensgefährten gestürmt und hatte um sich geschossen. Der Täter war Mitglied im Schützenverein.
Vattenfall kündigt Untersuchung an - nach dem Störfall im Atomkraftwerk Krümmel hat der Betreiber Vattenfall eine Untersuchung angekündigt. Der für Europa zuständige Konzern-Chef Hatakka sagte, jetzt stünden alle Prozesse, technisch und organisatorisch, auf dem Prüfstand. Dafür sei ein Sonderermittler eingesetzt worden. Hatakka räumte ein, dass Vattenfall erneut Vertrauen verloren habe. Zudem sei die Atomaufsicht nicht zuerst über den Störfall informiert worden. Am Wochenende hatte ein Trafo-Kurzschluss zu einer Schnellabschaltung des Reaktors in Krümmel in der Nähe von Hamburg geführt.
Grabschändung in USA - Behörden haben im US-Bundesstaat Illinois einem großen Fall von Grabschändung aufgedeckt. Über Jahre sollen Friedhofsbedienstete Tote ausgegraben und ihre Grabstellen weiterverkauft haben, meldet die Zeitung Chicago Tribune. Die Leichen hätten sie auf einem abgelegenen Teil des historischen Burr-Oak-Friedhofs rund 30 Kilometer südlich von Chicago deponiert. Die Behörden entdeckten dort einen Berg menschlicher Knochen von mehr als 100 Menschen. Fünf Friedhofsmitarbeiter wurden festgenommen.
Deutscher Obdachloser getötet - ein deutscher Obdachloser ist auf der kanarischen Ferieninsel Gran Canaria zu Tode geprügelt worden. Als mutmaßlichen Täter nahm die spanische Polizei nach Medienberichten einen ebenfalls obdachlosen Polen fest. Die beiden Männer lebten nahe dem beliebten Strand Playa del Inglés. Dort kam es vermutlich zum Streit. Der etwa 30jährige Deutsche sei so schwer verletzt worden, dass er auf dem Weg ins Krankenhaus starb. Zur Identität des Opfers machten die Behörden keine Angaben.
Proteste in Italien - die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat begleitend zum G8-Gipfel ihre Proteste in Italien ausgeweitet. Aktivisten ein besetzten ein fünftes Kohlekraftwerk nahe Rom. Bereits zum G8-Auftakt hatten 100 Greenpeace-Aktivisten gestern Kräne und Förderbänder in vier Kohlekraftwerken in ganz Italien besetzt. Die sieben führenden Industrienationen und Russland hatten sich gestern darauf geeinigt, die gefährliche Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzen zu wollen.
Handys angezapft - Journalisten einer britischen Boulevardzeitung sollen im großen Stil Handys von Prominenten angezapft haben. Mit Hilfe von Detektiven sollen sich Reporter der Sonntagszeitung News of the World in Mailboxen der Mobiltelefone eingehackt haben, um aus den Sprachnachrichten vertrauliche Informationen für ihre Geschichten zu ziehen. Das berichtet die Zeitung The Guardian. Der Verlag des Medienmoguls Rupert Murdoch habe einigen Betroffenen zur Entschädigung insgesamt eine Million Pfund gezahlt.
Tarifverhandlungen in Frankfurt - die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in kommunalen Kindergärten und Sozialeinrichtungen gehen am 16. und 17.Juli in Frankfurt am Main in eine neue Runde. Das teilte die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände mit. Die Verhandlungen waren am 19. Juni abgebrochen worden. Seit Mitte Mai beteiligten sich zehntausende Erzieherinnen und Sozialarbeiter an Streiks in kommunalen Kindertagesstätten und Sozialeinrichtungen. Sie fordern einen besseren Gesundheitsschutz und mehr Geld.
Buschbrand bei Los Angeles - der Buschbrand in Los Angeles ist vermutlich durch Arbeiter ausgelöst worden, die Unkraut beseitigen wollten. Das teilte die Feuerwehr mit. Der Brand war an den Hängen des Santa Monica-Gebirges ausgebrochen und hatte sich rasch ausgebreitet. Das berühmte Getty Center, das ein Museum mit zahlreichen berühmten Gemälden beherbergt, musste geräumt worden. Die Feuerwehr konnte den Brand bis zum Abend weitgehend unter Kontrolle bringen.
Windhose deckt Dächer ab - eine Windhose hat im pfälzischen Wörth mehrere Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Der Schaden beträgt nach Angaben der Polizei etwa 120.000 Euro. An zwölf Häusern seien die Dächer beschädigt worden, zum Teil stark. Umherfliegende Dachziegel hätten auch einige Fahrzeuge getroffen. Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt.
Hund im Schließfach - eine 46jährige Frau hat in Dresden ihren Miniyorkshire in ein Schließfach eingeschlossen, weil sie ihn nicht mit in die Ausstellung nehmen durfte. Angestellte befreiten den Hund noch bevor die Polizei eintraf. Die Dresdner Polizei prüft ob ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt.
25 Tote bei Anschlag - bei einem Anschlag in Afghanistan unweit der der Hauptstadt Kabul sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Die Toten sind 21 Zivilisten, darunter auch Schulkinder, sowie vier Polizisten. Vier Menschen, darunter drei Kinder, wurden verletzt. Die Opfer hatten versucht, ein offenbar absichtlich umgestürztes Auto von einer Straße zu räumen, als der in dem Wagen versteckte Sprengstoff ferngezündet wurde. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.
Kein Kontakt - die vier mutmaßlichen Sauerland-Terroristen bestreiten in ihren Geständnissen jeglichen Kontakt zur Islamischen Dschihad Union. Sein Mandant habe von der IJU erst aus den Medien erfahren, sagte der Düsseldorfer Rechtsanwalt Johannes Pausch der Frankfurter Rundschau. Das widerspreche einem wichtigen Punkt der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft. Die Angeklagten sollen laut Anklage eine Terrorzelle der IJU gebildet und in Deutschland verheerende Anschläge mit Autobomben geplant haben.
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