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Geschrieben von mbl
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Sonntag, 5. Oktober 2008 |
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Einsam und abgeschottet lebt Tobin auf der Feste seines Vaters. Für den Jungen gibt es keine Spielkameraden. Lediglich seine Amme, die Soldaten und Bediensteten seines Vaters umgeben ihn. Seine Mutter lebt zwar auch in der Festung, doch seit der Geburt des jungen Prinzen gilt sie als wahnsinnig. Statt mit ihrem Sohn spricht sie mit einer Puppe, die sie immer bei sich trägt. Mit Lebenden will sie nicht zu tun haben.
Tobin kennt nichts anderes als diese Welt. Nicht die Hauptstadt, die seine Eltern kurz nach seiner Geburt verlassen haben, nicht die anderen Adeligen. Die Festung darf er nur selten und dann in Begleitung einer Schutzgarde verlassen. Sein liebstes Spielzeug ist eine Nachbildung der Hauptstadt Ero, die sein Vater ihm aus Holz gebaut hat. Und dann ist da noch ein Dämon, der ihn kneift und schubst, angreift und sogar beißt. Der begleitet ihn seit er sich erinnern kann.
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Sonntag, 5. Oktober 2008 |
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Ein wirklich spannender Thriller ist "Dem Tode nah" von Linwood Barclay. Der Autor fiel bereits mit dem ebenfalls aufregenden "Ohne ein Wort" positiv auf. Schwer zu bestimmen, welches Buch besser ist. Fakt ist: beide fesseln. Einzig der deutsche Titel des neuesten Werkes ist nicht so ideal. Original heißt der Roman "Too Close To Home".
Es geht um Mord. Der 17jährige Derek wird zufällig Zeuge, wie die Familie seines besten Freundes und Nachbarn ermordet wird. Er sitzt im Keller. Erst später erfährt seine eigene Familie davon. Besonders dem Vater als Erzähler eröffnen sich immer weitere Geheimnisse, die seine eigene Familie betreffen und letztlich zu einem Ende führen, das man so anfangs nicht erwarten würde.
Negativ zu vermerken sind einige wenige Passagen, in der der Autor zu sehr das Klischee bedient, vor allem, wenn es um die Punkte Liebe und Sex geht. Das hätte gar nicht nötig getan. Die Geschichte ist viel zu gut erzählt. Dieses Buch sei allen Krimifreunden ans Herz gelegt. Und auch den Namen des Autors sollte man sich merken.
-- Linwood Barclay: Dem Tode nah Verlag: Ullstein ISBN: 978-3548267449
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Sonntag, 5. Oktober 2008 |
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Sebastian Fitzek hat sich in den letzten Jahren zu Deutschlands bestem Thrillerautor entwickelt. Würde es nicht so übertrieben klingen, möchte man seinen Büchern sogar so etwas wie Weltniveau attestieren.
Mit "Der Seelenbrecher" ist kürzlich sein neuestes Werk direkt als Taschenbuch erschienen. Es geht um einen, wie der Titel bereits sagt, Seelenbrecher, der seine Opfer nicht tötet, dafür aber psychisch bricht. In einer eingeschneiten Klinik zu Weihnachten findet er seine nächsten Opfer.
Erzählt ist die Geschichte mit einer Rahmenhandlung, die von einem Experiment handelt. Und tatsächlich könnte das Buch ein Experiment sein. Es könnte alles sogar die Wahrheit sein. Und der Autor möchte die Leser glauben machen, dass das so ist - eventuell.
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Samstag, 27. September 2008 |
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Der Schauspieler Manfred Krug ist in Rente gegangen. Nun lebt er seine Kreativität nicht mehr vor der Kamera aus, sondern anders. Gesungen hat er immer schon, geschrieben quasi nebenbei. Der erste Teil seiner Autobiographie hat sich gut verkauft, wie zuvor auch bereits das Buch "Abgehauen", in dem er erzählt, warum und wie er die DDR verließ.
Mit "Schweinegezadder" legt Krug nun neun Kurzgeschichten vor. Die Titelgeschichte ist die kürzeste und beschreibt einfach ausgedrückt, wie ein Stückchen Schweinefleisch im Zahn hängen bleibt. Ganz so schräg sind die anderen Geschichten nicht, wenngleich man Krugs angenehm eigenen Humor hinter jeder Wortbiegung spürt. Da verliebt sich der Protagonist in einer Geschichte in ein Kätzchen und heiratet zum Schein dessen Besitzerin. In einer anderen wird erzählt, wie ein Mann Aale mit der S-Bahn in die DDR schmuggelt. In "Brutparasit" ist von einer gigantischen Kuckucksuhr die Rede.
Die meisten der Geschichten haben eine Pointe, doch diese ist gar nicht so wichtig. Es macht Spaß Krug zu lesen. Der Mann weiß was er tut…
--- Manfred Krug: Schweinegezadder - Schöne Geschichten Verlag: Ullstein ISBN: 978-3550087318
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Sonntag, 7. September 2008 |
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Als Sven Regener vor einigen Jahren seinen ersten Roman "Herr Lehmann" veröffentlichte, dürfte dem Sänger der Berliner Band Element of Crime nicht bewusst gewesen sein, dass er mit seiner Hauptfigur einen Charakter entwickelt hat, der sich immenser Beliebtheit erfreut. Und das sowohl bei Lesern als auch bei Kinozuschauern, schließlich wurde das Buch erfolgreich verfilmt.
Bereits damals hieß es, dass Herr Lehmann Teil einer Trilogie ist. "Neue Vahr Süd" beschrieb dann Frank Lehmanns Jugend in Bremen. Es war ein bemerkenswert skurriles Buch, vielleicht noch besser als der erste Teil.
Teil 3 mit dem Titel "Der kleine Bruder" schließt nun direkt an den Vorgänger an und erzählt die zwei ersten Tage von Frank Lehmann in der Mauerstadt Berlin.
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