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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Sonntag, 25. Januar 2009 |
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 Jakob Arjouni - Der heilige Eddy
Es gibt Bücher, von denen erwartet man wenig und dann fesseln sie einen und sind schnell gelesen. "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni ist so eines. Es geht um den Trickbetrüger Eddy, der durch unglückliche Umstände einen bekannten Industriellen tötet. Unabsichtlich, denn es handelt sich um einen Unfall.
Der Tote bestimmt zum Zeitpunkt seines Todes gerade die Schlagzeilen in Berlin, sein Ruf ist äußerst negativ. Wie der Straßenmusiker sich anfangs mit Geschick aus dieser unangenehmen Situation löst, vom negativen Image seines Opfers profitiert, um am Ende doch von der Realität eingeholt zu werden, ist locker-flockig erzählt und einfach nur angenehm zu lesen.
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Montag, 12. Januar 2009 |
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 Val McDermid - Schleichendes Gift
Val McDermid lässt bereits zum fünften Mal Carol Jordan und Dr.Tony Hill in Kriminalfällen ermitteln. Und hier ist die Mehrzahl des Wortes tatsächlich korrekt gewählt. Denn zum einen wird ein berühmter Fußballer mit Gift getötet. Zum anderen gibt es einen terroristischen Anschlag in einem Fußballstadion. Dass sich beide Fälle überschneiden wird klar, als es einen weiteren Giftmord gibt.
Der Roman "Schleichendes Gift" ist mit über 500 Seiten recht umfangreich und braucht auch eine Weile, ehe er in Schwung kommt. Wenn man sich erst eingelesen hat, bleibt man am Ball, schon um zu erfahren, wie alles endet. Gegen Ende ist das Buch dann wirklich sehr spannend. Die Lösungen beider Fälle erscheinen letztlich zwar ungewöhnlich, sie sind aber nachvollziehbar. Ganz wichtig: man muss die anderen Bücher des Ermittlerduos nicht kennen, um sich auf "Schleichendes Gift" einzulassen.
Val McDermid - Schleichendes Gift Verlag: Droemer / Knaur ISBN: 978-3426500729
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Geschrieben von mbl
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Donnerstag, 25. Dezember 2008 |
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Nein, nicht einmal ansatzweise sollen an dieser Stelle die Inhalte der Geschichten angedeutet werden. Nur soviel - die Themen sind breit gestreut, handeln nur in wenigen Fällen von Goblins und sind ausnahmslos gelungen.
Dieses Buch ist eine Überraschung. Jim C. Hines, der in Deutschland mit seinen Romanen über Jig den Goblin bekannt wurde, beweist sich als hochtalentierter Kurzgeschichtenschreiber. Eine ist origineller als die andere. Neben humorvollen Geschichten gibt es spannende, tiefgründige, melancholische und gruselige.
Dabei zeigt Hines Mut. Ein bekanntes altes deutsches Märchen hat ihn so beschäftigt, dass er eine Geschichte im Märchen kreiert hat, die einen ganz neuen Blick darauf zulässt. Dramatische und tragische Alltagsbegebenheiten verarbeitet er darin so nachvollziehbar, dass man dieses Märchen wohl nie wieder völlig unbeschwert seinen Kindern und Enkelkindern vorlesen wird.
Mindestens genauso faszinierend ist die Geschichte "Papas kleines Mädchen". Bei Hines gibt es kein Böse und Gut, kein Schwarz und Weiß. Es gibt Wesen - unter anderem Menschen und Goblins - und ihre Gefühle, Erfahrungen, Erlebnisse, Freundschaften, kleinen und großen Bosheiten.
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Geschrieben von mbl
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Montag, 22. Dezember 2008 |
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"Das Theater ist immer noch ein Spiegel der Gesellschaft. Wir haben heute sehr schlechtes Theater, und das spiegelt ja diese Gesellschaft wider." Der das sagt ist einer der bekanntesten und beliebtesten DDR-Schauspieler und bereits tot. Eberhard Esche starb am 15. Mai 2006 im Alter von 72 Jahren. Die meisten anderen in dem Band "Gesichter der DEFA" leben noch. Und sie haben sich arrangiert, mit der neuen Theater- und Filmlandschaft seit der Wiedervereinigung, die das System des Westens an die Stelle des Ostens setzte. Mehr oder weniger.

Kurze Interviews sind den Bildern der Fotografin Sandra Bergemann zur Seite gestellt. Gerade das macht den Blick in diese Gesichter noch interessierter. Fotos, die die Menschen zeigen, wie sie der Zuschauer selten gesehen hat. Vor dem Spiegel, beim Spaziergang mit dem Hund, in der eigenen Küche, in einem Maisfeld, an ein aufgebocktes Boot gelehnt.
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Freitag, 19. Dezember 2008 |
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Reiner Calmund dürfte auch Menschen bekannt sein, die sich nicht für Fußball interessieren. Fällt der selbsternannte xxl-Manager doch alleine schon durch seine Ausmaße auf. Nach seinem Abgang beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, den er zu einem Spitzenverein aufgebaut hat, sieht man Calmund bei vielen Projekten, u.a. auch in diversen Fernsehshows.
Dort fällt der Rheinländer nicht zuletzt durch seine "Kodderschnauze" auf. Das heißt, er spricht sehr viel und ist bekannt für seine markigen Sprüche. In diesem Tonfall hat er nun seine Autobiographie geschrieben - angeblich tatsächlich ohne den üblichen Ghostwriter. Er wirft einen Blick auf sein Leben, das nicht nur aus Fußball bestand und besteht. Aber fast. Sicherlich ist es von Vorteil, wenn sich der Leser in diesem Sport auskennt. Ein Fan von Bayer Leverkusen muss man dazu nicht sein.
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