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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Sonntag, 10. Mai 2009 |
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David Bowie ist Musikfreunden sicherlich ein Begriff. Seine kommerziell erfolgreichste Zeit hatte er in den 80'er Jahren, künstlerisch waren die 70'er Jahre sicherlich wertvoller. Und besonders das so genannte Berliner Tryptichon hat es Fans seit jeher angetan.
Denn der Engländer lebte einige Jahre (1976-1978) in Berlin, ganz normal, in einer Wohnung über einer Kneipe. Er nahm in dieser Zeit zwei Alben mit Iggy Pop auf und drei eigene Werke: Low, Heroes und Lodger. Besonders das Lied "Heroes" (das es auch in einer kritisch zu betrachtenden deutschen Version gibt) gilt noch heute als Meisterwerk. Es erzählt die Geschichte zweier Liebender an der Berliner Mauer.
Tobias Rüther zeichnet die Berlin-Zeit von Bowie auf interessante Art und Weise nach. Man kann sie quasi nacherleben und auch die Atmosphäre der Mauerstadt erahnen. Natürlich muss man schon vorab eine gewisse Faszination für Bowies Musik spüren. Dann ist "Helden" eine lohnende Anschaffung.
Tobias Rüther: Helden Verlag: Rogner & Bernhard ISBN: 978-3807710310
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Sonntag, 10. Mai 2009 |
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Das Buch "Wie man berühmte Menschen trifft" von Mark van Huisseling ist ein Buch mit Interviews. Der Journalist interviewte für eine Schweizer Zeitung über einen Zeitraum von mehreren Jahren Berühmtheiten.
Er tat dies auf eine ihm eigene Art, so dass durchaus verwundert, welche sogenannten Stars sich dennoch mit ihm trafen. Denn van Huisseling entlarvte seine Gegenüber. Er kommentierte in seinen Kolumnen ganz genau was er sah. Und das war nicht immer nett und positiv.
Seit einigen Monaten liegen die Kolumnen nun in Buchform vor. Und wer zum Beispiel Mariah Carey, Roberto Blanco, Sarah Connor, Wolfgang Joop, Verona Pooth oder Klaus Wowereit (um nur einige zu nennen) einmal ganz anders erleben will, dem sei dieses Buch empfohlen.
Mark van Huisseling: Wie man berühmte Menschen trifft Verlag: Rogner & Bernhard ISBN: 978-3807710501
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Sonntag, 3. Mai 2009 |
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Billy Joel ist als Musiker bekannt. Er hatte in den letzten Dekaden einige Hits, allen voran "Piano Man" und "Uptown Girl". Was wenig bekannt ist: Joel hat deutsche-jüdische Wurzeln. Und über diese berichtet Steffen Radlmaier in seiner Joel-Story. Einst besaß die Familie in Nürnberg einen Wäschevertrieb, der später von Neckermann übernommen wurde. Die Nazi-Zeit änderte alles. Die Juden verloren was sie besaßen und verließen im Falle der Joel-Familie schließlich das Land. Über die Schweiz ging es nach Kuba und von dort in die USA. In New York lernte Joels Vater Helmut seine spätere Frau kennen. Sie gebar ihm einen Sohn: Billy. Dieser zeigte bereits früh musikalisches Talent, musste jedoch ohne Vater aufwachsen, denn dieser ging zurück nach Deutschland und wurde noch einmal Vater. Alexander ist ironischerweise Dirigent. Die Familienbiographie muss einen Spagat machen, der nicht gelingen kann. Einerseits gibt es die Familiengeschichte, andererseits die Musikkarriere von Billy Joel. Beides passt in Buchform nicht wirklich zusammen. Aber so ist das Leben nun einmal.
Steffen Radlmaier: Die Joel-Story Verlag: Heyne ISBN: 978-3453158740
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Sonntag, 3. Mai 2009 |
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In diesem recht umfangreichen Roman geht es um eine Pastorin, die mit ihrer pubertären Tochter aufs Land zieht, um dort für die englische Kirche tätig zu sein. Dass sie auf dem Dorf mit Vorurteilen zu kämpfen hat, ist gar nicht so sehr Thema der Geschichte, wie man anfangs annehmen könnte. Es geht um einen vor langem verstorbenen Pfarrer, um Übersinnliches, um Cider-Ernte und um Machtverhältnisse im Dorf, das quasi von zwei Familien beherrscht wird.
Das Buch fühlt sich lange nicht wie ein Krimi an. Eine wirkliche Frucht der Sünde gibt es im dem Sinne nicht, auch wenn die Äpfel (für den Cider) und ein Apfelgarten (wo sich besagter Pfarrer vor einigen hundert Jahren erhängt hat) durchaus eine Rolle spielen. Bis schließlich ein Mädchen verschwindet, vergeht viel Zeit (bzw. zahlreiche Seiten). Aber das stört nicht, denn "Frucht der Sünde" ist sehr gut geschrieben. Die Geschichte selbst ist nachvollziehbar. Alles in allem kann man den Roman also bedenkenlos empfehlen.
Phil Rickman: Frucht der Sünde Verlag: Rowohlt ISBN: 978-3499249051
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Dienstag, 14. April 2009 |
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Mit seinem Buch "Top Job" gelang Jason Starr vor einigen Jahren der Durchbruch. Der Roman gefiel durch eine spannende, flüssig erzählte Geschichte mit einem überraschenden Ende. Nun legt der Autor mit "Stalking" ein Buch vor, das sich - bei dem Titel wenig überraschend - um Stalking dreht. Katie Porter begegnet in New York überraschend einem alten Bekannten wieder. Was sie nicht ahnt: die Begegnung ist kein Zufall. Peter hat alles genau geplant. Er nahm einen Job in dem Fitnessstudio an, in dem Katie trainiert. Er hat bereits den Ehering im Schrank und renoviert die gemeinsame Luxuswohnung. Wochenlang hat er Katie nachgestellt und sie beobachtet. Sein Plan ist perfekt - in seinem Kopf. Doch Katie sieht in ihm nur einen guten Freund. Sie trifft sich mit einem anderen Mann. Peter tötet diesen, um freie Bahn zu haben. Doch noch immer läuft nicht alles nach Plan für ihn… Die Dialoge von "Stalking" sind im wahrsten Wortsinn scharfsinnig. Die Geschichte selbst ist spannend und wiederum sehr flüssig erzählt. Man dringt in die Köpfe der Protagonisten ein. Auch Peter, der bereits in anderen Fällen als Stalker aufgetreten ist, ist nicht nur böse und verrückt. Zwar erinnert das Ende dann ein wenig an so manchen US-Krimi, aber das tut dem Spaß an Stalking keinen Abbruch.
Jason Starr * Stalking Verlag: Diogenes ISBN: 978-3257239010
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LeseTipp: Christopher Ray * Stalking - Die harte Art der Liebe
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