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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Sonntag, 11. Oktober 2009 |
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Dieses Buch ist Literatur. Und es zeigt, warum manch ein Schriftsteller vielleicht unterhalten kann, ein anderer aber Kunst abliefert. Philip Roth ist einer der großen seiner Zunft. "Exit Ghost" ist so etwas wie sein Alterswerk.
Es geht um einen älteren Schriftsteller, der sich in die Einsamkeit der Provinz zurück gezogen hat. Eine Krankheit lässt ihn nach Jahren zurück nach New York kehren, wo er mit seiner alten Welt konfrontiert wird.
Das mag alles nicht spektakulär klingen, aber wenn man die Geschichte liest, ist man sofort drin in der Roth-Welt. Und das gelingt den wenigsten Schreibern. Jedes Wort sitzt, jede Botschaft wird verstanden. Interpretationen sind auch möglich, aber nicht nötig. Ob das Buch im Buch in seiner Dialogform nun nötig ist, sei dahin gestellt. "Exit Ghost" in seiner Gesamtheit ist lesenswert.
Philip Roth: Exit Ghost Verlag: Rowohlt ISBN: 978-3499248955
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Samstag, 3. Oktober 2009 |
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Dieses Buch hat einen wirklich seltsamen Titel. Es heißt genau genommen: "Max Goldt im Rowohlt Verlag Berlin: Ein Buch namens Zimbo - Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird." Wer Max Goldt kennt, weiß, was zu erwarten ist. Alltagsbeobachtungen eines Satirikers auf hohem Niveau und mit viel Sprachwitz. Gesellschaftskritik. In diesem Fall "gesammelte Werke" aus den letzten Jahren.
Goldt ist vielleicht das, was man einen Kultautor nennt. Der Mann kann wirklich schreiben. Er ist witzig, aber kein platter Humorist. Und er ist anspruchsvoll. 24 "Geschichten" bietet Zimbo. Warum das Buch diesen Titel trägt, weiß wohl nur der Autor selbst.
Bemerkenswert ist das Zitat auf dem Backcover. Es lautet "Zitiere nie Max Goldt zum Scherz / denn er fühlt wie Du den Schmerz." Eine absurde Aussage, einerseits passend zum Werk, andererseits natürlich völliger Unsinn.
Max Goldt: Ein Buch namens Zimbo Verlag: Rowohlt ISBN: 978-3871346651
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Geschrieben von Marco Hoffmann
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Dienstag, 8. September 2009 |
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Die Geschichte von Sonic Youth
Sonic Youth sind keine Band, die der Allgemeinheit bekannt sein dürfte. Also den durchschnittlichen Radiohörern. Und dennoch sind sie "groß". Seit den frühen 80'ern machen die New Yorker Musik. Sie begannen schräg, wurden massentauglicher und hatten ihre erfolgreichste Phase zu Zeiten der Grunge-Ära Anfang der 90'er, der sie sicherlich auch, wenngleich zufällig, mit zum Erfolg verhalfen. Bis heute veröffentlichen die Vier, mittlerweile Ikonen, alle paar Jahre Alben und geben natürlich auch viele Konzerte. Wobei es die experimentellen Sonic Youth gibt und die einfach gesagt rockigen. "Goodbye 20th Century" erzählt die Geschichte der Band. Es ist kein Fan-Buch, sondern eine weit über 450 Seiten starke Chronik. Der Autor, hauptberuflich Musikjournalist, hat genügend Abstand, was das Lesen auch für Nicht-Fans zu einer spannenden Angelegenheit macht. Schließlich spielt vor dem Hintergrund der Band-Entwicklung auch die New Yorker Kunstszene eine Rolle. Und sogar aus soziologischer Sicht ist das Werk spannend. Ohne Frage eines der besten Musikbücher der letzten Jahre.
David Browne: Goodbye 20th Century - Die Geschichte von Sonic Youth ISBN-13: 978-3462041620 Verlag: Kiepenhauer & Witsch
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3462041622/dieschmokerecke
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Geschrieben von Marco Hoffmann * Rezensionen
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Dienstag, 18. August 2009 |
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Untertitel dieses Buches ist " Berühmte Kranke und ihre schlechten Ärzte". Und genau darum geht es. Berühmte Namen der Weltgeschichte, wie zum Beispiel Beethoven, Mozart, Sigmund Freud, Hemingway, aber auch Adolf Hitler, litten nicht nur unter ihrer Gesundheit sondern auch unter ihren Ärzten.
Manche von ihnen hätten wesentlich länger leben können, wenn man sie richtig behandelt hätte. Bei einigen war das aber offensichtlich gar nicht wünschenswert.
Der Autor sammelt die Fälle und berichtet über die Krankengeschichte und die Fehler der Ärzte, die eher selten den Zeiten und fehlenden Behandlungsmethoden geschuldet waren. Das alles ist trotz des eher negativen Themas sehr interessant und gut zu lesen. Ein empfehlenswertes Buch.
Jörg Zittlau: Matt und elend lag er da Verlag: Ullstein ISBN: 978-3550087790
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Geschrieben von Marco Hoffmann * Rezensionen
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Dienstag, 18. August 2009 |
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Simon Majumdar ist ein Engländer indischer Abstammung. Und er ist Autor und Gourmet. Er liebt es zu essen. Und er erfüllte sich einen Lebenstraum. Binnen eines Jahres reiste er um die Welt. Er hat an die 80 Länder bereist und lokale Spezialitäten gekostet. Darunter waren auch widerwärtige wie Hund oder Ratte in China, Sushi mit Kabeljausperma in Japan oder vermoderten Hai in Island. Aber auch viele Köstlichkeiten.
Da Majumdar, der auch einen Food-Blog betreibt, ein exzellenter, witziger Autor ist, ist sein Reisebericht absolut lesenswert. Man sollte aber schon gerne essen und mehr als ein Butterbrot kennen. Dann macht "All You Can Eat" Spaß. Deutschland besuchte Majumdar übrigens auch. In München war er von Bier und Weißwurst begeistert.
Simon Majumdar: All You Can Eat Verlag: Ullstein ISBN: 978-3550087332
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