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||| Görlitz 29. Jahrgang|2010 |||
||| FAKTuell ® - seit 1982 ||| Deutschlands erste Online-Zeitung ||| ISSN 1610-1081 |||
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Das Substanzmädchen

"Focus-Redakteurinnen heiraten Bundeskanzler
oder gehen gleich in die Klappse..."
Claudia von Hausen

Buch ab Februar 2007
ISBN 978-3-9809203-7-7
EAN 9783980920377
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Verlagsauslieferung:
Bestellung@faktor-L.de
Buchhandel: 
Buchhandel@bod.de

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Substanz-Mädchen-Kolumne
ab Mittwoch 6. Dezember 2006

Podcast: ab Samstag 3. März 2007

Das Substanz-Mädchen  (c) FAKTuell-Verlag
   


Substanzmädchen * Ich kauf mir einen Bütikofer PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Steffi Voigtländer * Kolumne   
Sonntag, 9. Dezember 2007

 Ich kauf mir einen BütikoferSeit Monaten, wenn nicht gar Jahren, trage ich mich mit dem Gedanken, ein Haustier anzuschaffen. "Katze", dachte ich das ein oder andere Mal. Zaudernd. Da ich zwar einerseits die samtige Eleganz dieser Tiere schätze, andererseits aber auch weiß, dass ich dem Intellekt einer Katze nicht gewachsen bin. Nie und nimmer. Und, seien wir ehrlich, wer will schon ein Tier um sich herum haben, neben dem man dasteht wie eine intellektuelle Null?

So schob ich das Projekt "Haustier" trotz großer Dringlichkeit ewig vor mir her. "Hund" oder "Kanarienvogel" verbannte ich immer wieder ganz schnell aus meinen Überlegungen. Da bei diesen Herrschaften zwar das Problem mit dem Intellekt nicht ganz so gravierend ist wie bei einer Katze, aber ich bin geruchsempfindlich. Sehr. Ja, so bin ich halt. Und dass ein Kanarienvogel stinkt wie ein Fuchs, weiß ich aus Frauenzeitschriften und diversen vorherigen Leben. Hellinger, Nostradamus oder -feratu sei Dank. Aber das ist eine andere Geschichte.


 
Substanz-Mädchen * Urbi et orbi. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Steffi Voigtländer * Kolumne   
Montag, 29. Oktober 2007

Ich muß jetzt mal eine Lanze brechen. Für Herrn Beckstein und die Bayern insgesamt. Warum? Weil ich den Eindruck habe, der Rest der Republik meint manchmal, wir Bayern würden nicht mehr ganz richtig ticken. Dem ist mitnichten so. Kann ich beweisen. Wir haben jetzt nämlich einen neuen Ministerpräsidenten.
Substanz-Mädchen * Urbi et orbi.
Der hat begriffen, dass es so nicht weitergeht in Bayern und bringt endlich frischen Wind in den Laden. Folgerichtig ist er gestern nach Rom gefahren und hat das Fräulein Ratzinger geheiratet. War zumindest mein erster Eindruck.


 
Substanz-Mädchen * Rabe per Sectio PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Steffi Voigtländer * Kolumne   
Mittwoch, 24. Oktober 2007

Seit Wochen zermartere ich mir das Hirn, was wohl aus Rabeline, einer, sie würde sagen, Freundin von mir, geworden sein mag. Ein bisschen sauer bin ich auch auf sie. Erst belämmert und -rabt sie mich monatelang mit ihrer Schwangerschaft und einer mehr und mehr unvorteilhaften Figur, und dann - nichts mehr. Funkstille. Gestern Morgen gehe ich auf den Balkon und suche mal wieder routinemäßig den Himmel nach Raben und Chemtrails ab.

Substanz-Mädchen * Rabe per Sectio

Da stößt sie plötzlich herab. Zwar ohne Kondensstreifen hinterm Heck, aber ansonsten ganz wie ein schlanker Düsenjäger über Heiligendamm. Und landet ungekannt elegant auf meinem Balkon. "Hoppla", sage ich. "Du siehst ja wieder völlig normal aus."


 
Substanz-Mädchen * Bestattungsplanung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Steffi Voigtländer * Kolumne   
Mittwoch, 1. August 2007

Rabeline - die schwangere RäbinTrotz Hochsommers lasse ich meine Balkontüre seit Neuestem lieber geschlossen. Der Grund: Bei mir landet in der letzten Zeit immer häufiger eine schwangere Räbin, die mich regelmäßig dichttextet. Was ich nicht mag. Gar nicht.

Heute Morgen, versehentlich war die Tür offen, ich muss ja auch mal lüften, war es wieder soweit. Plötzlich steht eine dem Zerbersten nahe Räbin neben meinem Schreibtisch und schnarabelt und schnattert: "Steffi, kannst Du bitte ne Patientenverfügung für mich schreiben?"


 
Substanz-Mädchen * Mit Zucker lacht das Leben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Steffi Voigtländer * Kolumne   
Montag, 23. Juli 2007

Mit Zucker lacht das LebenIch gebe es zu. Manchmal ärgere ich mich.
Ich gewöhne mir zwar gerade ab, mich über Dinge zu ärgern, die ich ohnehin nicht ändern kann.
Der andere Ärger bleibt allerdings. Der über mich selbst. Es artet teilweise sogar in Zorn aus, wenn ich feststelle, dass ich mich gegenüber meiner Umwelt offensichtlich nicht richtig artikulieren kann.

Jüngstes Beispiel: Mich erreicht vorgestern ein E-Mail von einem Menschen, den ich seit circa 15 Jahren kenne. Und umgekehrt er mich.

Er schreibt, er habe im Augenblick Stress und leide unter "einer Art Burn Out." "Hoppla", denke ich, "der L. befleißigt sich doch sonst nicht irgendwelcher Modeausdrücke, schon gar nicht mir gegenüber, wo er doch weiß, dass Burn Out für mich kein Begriff aus
Null-Komma-Null-Recherche-Frauenzeitschriften ist, sondern dass ich ein Burn-Out-Syndrom schon klinisch manifest am eigenen Leib erfahren durfte/mußte.


 
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