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Geschrieben von Anna de Gouvernator
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Freitag, 19. Dezember 2008 |
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Man glaubt ja gerne, "mich kann das nicht treffen!" "Das" ist Arbeitslosigkeit und die Abhängigkeit vom Arbeitsamt (BA) oder der ARGE (Leistungszentrum). Und wenn doch, man hat ja Ansprüche. Schließlich hat man Jahrzehnte Pflichtbeiträge in das System gezahlt. Und so schlimm, wie die Hartz-IV-Bezieher immer gern erzählen, so schlimm kann es nicht sein. Man hat ja Rechte. Und man ist nicht Bittsteller, sondern Kunde. Da hat sich doch etwas grundlegend geändert.
"Der übertreibt", denkst du, als ein ALG II-Bezieher dir einen Link zuschickt, und dazu schreibt: "Ändern Sie den Titel in >Es ist alles OK bei BA und ARGE<. Dann haben Sie eine Ahnung, wie man als Kunde dort behandelt wird. Menschenrechte und das Grundgesetz gelten für BA/ARGE-Kunden nicht mehr!"
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Geschrieben von mbl
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Montag, 22. Dezember 2008 |
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"Das Theater ist immer noch ein Spiegel der Gesellschaft. Wir haben heute sehr schlechtes Theater, und das spiegelt ja diese Gesellschaft wider." Der das sagt ist einer der bekanntesten und beliebtesten DDR-Schauspieler und bereits tot. Eberhard Esche starb am 15. Mai 2006 im Alter von 72 Jahren. Die meisten anderen in dem Band "Gesichter der DEFA" leben noch. Und sie haben sich arrangiert, mit der neuen Theater- und Filmlandschaft seit der Wiedervereinigung, die das System des Westens an die Stelle des Ostens setzte. Mehr oder weniger.

Kurze Interviews sind den Bildern der Fotografin Sandra Bergemann zur Seite gestellt. Gerade das macht den Blick in diese Gesichter noch interessierter. Fotos, die die Menschen zeigen, wie sie der Zuschauer selten gesehen hat. Vor dem Spiegel, beim Spaziergang mit dem Hund, in der eigenen Küche, in einem Maisfeld, an ein aufgebocktes Boot gelehnt.
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Geschrieben von Wassilios Aswestopoulos * Athen
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Montag, 8. Dezember 2008 |
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Ausnahmezustand im Athener Stadtzentrum. Seit Samstagabend herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Inzwischen nicht mehr nur in Athen. Die Situation hat sich auf alle griechischen Großstädte ausgebreitet. Auch heute Morgen halten die Unruhen unvermindert an. Athen, Thessaloniki, Ioannina, Chania, Iraklio, Agrinio und Patras werden von Straßenkämpfen zwischen Polizeikräften, autonomen Gruppen und aufgebrachten Bürgern beherrscht.

Auslöser waren die Todesschüsse aus einer Polizeipistole auf einen 15jährigen Schüler. Das war passiert: In den frühen Nachtstunden des 6. Dezembers feiert eine Gruppe Jugendliche den Namenstag eines "Nikolaos". Die etwa 30 Schüler sind im Athener Stadtviertel Exarxchia als sie einer Polizeistreife begegnen. Die Jugendlichen beschimpfen die Polizisten in ihrem Streifenwagen, beleidigen sie mit unflätigen und abwertenden Ausdrücken. Möglicherweise - so die Aussage einiger Polizisten - werfen sie Gegenstände auf den Wagen. Zunächst fährt der Streifenwagen weiter. Die Polizisten parken ihn direkt neben dem Polizeibus, der als mobile Einsatzstelle für die Spezialkräfte dient, die den dort befindlichen Hauptsitz der Oppositionspartei PASOK bewachen.
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Geschrieben von Shams ul Haq
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Sonntag, 30. November 2008 |
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Sie planten seit drei Monaten. Sie buchten Zimmer im Taj Mahal Hotel und hielten sich als Gäste auf. Sie besichtigten die Schauplätze ihrer künftigen Attacken genau, nahmen alles unter die Lupe, prägten es sich ein. Deccan-Mujahedeen - so nennt sich die Gruppe der Terroristen, die die Terroranschläge in Mumbai geplant und ausgeführt hat. Der Name der Gruppe leitet sich ab vom Namen einer Ebene südlich des Ganges und der Pluralform von Muslimen, die sich an einem Dschihad beteiligen.
Mittwoch am 26. 11. ist es soweit. Mit Sprengstoff und Waffen ausgerüstet betreten die Terroristen ein Schiff, das von Karachi nach Bombay, oder auch Mumbai wie die Stadt seit 1995 heißt, fährt. Niemand hält sie auf, keiner bemerkt die Waffen und den Sprengstoff. Ohne Hintermänner ist das kaum zu schaffen. Es muss jemanden gegeben haben, der sie durchschleust. Denn die Sicherheitsmaßnahmen im Hafen von Bombay sind schwer zu umgehen.
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Geschrieben von Momo
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Dienstag, 25. November 2008 |
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Computerspiele sind gefährlich. Das hat Deutschlands bekanntester Kriminologe Christian Pfeifer gerade noch einmal öffentlich klar gemacht. Gerade Spiele wie World of Warcraft gehören seiner Meinung nach dazu. Es gehe schließlich um Kriegshandwerk. Wer das spielt, verroht, wird zum Macho und hat kein Mitleid mehr. Sagt Pfeifer.
 So einer wäre also der ideale Soldat für einen Auslandseinsatz. Immerhin - Skrupel können in Afghanistan sehr schnell tödlich sein. Wenn die deutschen Jungs dahin geschickt werden, den Kopf voller Ideen von Freiheit, Gerechtigkeit und Fairness (zuviel Indianergeschichten gelesen), könnte ihnen dieser schnell von den Schultern gerissen werden. Der geschulte Taliban-Nachwuchs ist nämlich anders aufgewachsen. Zwar ohne World of Warcraft, dafür mit Warlords, Krieg und dem allgegenwärtigen Tod.
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Geschrieben von Willy von Bockenheim * Glosse
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Montag, 17. November 2008 |
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"Hirnkrank", hat mein alter Kumpel Peter gesacht, als er den Hesse-Koch mit seim Rettet Opel Sermon gehört hat. Von de Angela garnet zu spreche. Erst schicke die Rüsselsheimer ne halbe Milliarde nach Amiland, zu ihrm General, dann wolle se hier ne Milliarde abgreife. Mit dem Ziel aus de 60er. Sie erinnern sich? "Jeder Popel fährt nen Opel." Un bezahle solle mer alle dadefür.
Schonemal vorweggefraacht: Was soll ich mit em neue Auto? Ich bin froh, wenn mein alte Golf net die Krätsche macht. Mit meine paar Flocke würd mich jede Reparatur ruiniern. Vonweeche Kaufanreize mit weenicher KFZ-Steuer. Reize würd mich so en richtisch schöner Waache schon. Aber mit welcher Kohle soll ich mir den denn kaafe?
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Geschrieben von Willy von Bockenheim * Glosse
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Montag, 27. Oktober 2008 |
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Steinbrück geht mit seine 500 Milliarde haussiern, doch kaum ein Banker traut sich, die Kohle anzunehme. Insbesondere deshalb, weil DB-Chef Ackermann alle als Nulpe higestellt hat, die da zugreife wolle oder müsse. Alle Parteie suche nach ner Ergänzung, mit der sie die Konjunktur zum laafe bekomme. Pofalla hats mehr mit dem Fahrn als mit dem Laafe. Steuervorteile für CO2-arme Autos will er. Weil Pofalle ganz sicher ist, des die Leut dann neue Autos kaafe tue wern. Wie des mit 20 Euro Steuerersparnis im Monat gehe soll, des saacht Pofalle net. Abber die Autoindustrie hat er uff seiner Seit.
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Geschrieben von Christopher Ray * Kommentar
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Mittwoch, 15. Oktober 2008 |
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500 Milliarden werden von der Bundesregierung in die Krisen-Banken gepumpt. Aber das langt nicht. Schon jetzt geht die Konjunktur in die Knie, und mit ihr sämtliche sogenannten Experten. Wie die Vertreter der Wirtschaftsinstitute, Politberater und Wirtschaftsminister Glos. Als erweiterter Konsens der Protagonisten zeichnet sich ab, dass man Konjunkturprogramme will, aber bitte unter einem Namen, der nicht impliziert, dass wir uns in einer Konjunkturkrise befinden.
Also darf Konjunktur in dem Programm nicht namentlich erwähnt werden. Das könnte nämlich erschrecken. Und zwar die Unternehmen und die sensible Konjunktur selbst. Im ersten Halbjahr 2009 wird es sowieso schon zu etwa 400.000 Entlassungen kommen. Das sei absehbar, prognostizieren die sogenannten Experten. Mit Panik könnte sich das leicht verdoppeln. Soweit die übliche Politik-Realsatire.
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