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Angst um
die Pfründe?
Gutachten gegen die "Neue Medizin" von
Dr. Ryke Geerd
Hamer
12.
Juli 2005 * von Christopher Ray
Es mag daran liegen, dass die Entdeckung des in Frankreich inhaftierten
deutschen Arztes
immer mehr Zustimmung erhält, dass ihm nun auch die besondere Aufmerksamkeit
der
spendenverwöhnten
Deutsche Krebsgesellschaft e.V. zuteil wurde.

Von wenig Sachkenntnis getrübt und mit der anmaßenden Headline
Gutachterliche Stellungnahme
für die Deutsche Krebsgesellschaft zur
„Germanischen Neuen Medizin (GNM)“, begründet von Dr. med. Ryke Geerd Hamer
versucht sich dort ein
Dr. med. M. Sökler (Internist/Hämatologe) als Gutachter.
Dabei bedient er sich diverser ausgewählter Internetseiten und einem
gehörigen Sack
voller Vorurteile. Das ist nicht schlimm, und würde auch kaum Aufmerksamkeit
erregt haben,
wenn nicht der besagte Verein Deutsche Krebsgesellschaft e.V. dieses
dilettantische Pamphlet
in einer Pressemeldung mit der Bezeichnung "Gutachterliche Stellungnahme"
als seriös verkaufen wollte.
Die Qualität des Pseudo-Gutachtens und die Recherchequalität des sogenannten
Gutachters zeigt sich schon im ersten Absatz zur Sache:
Zitat:
Schilderung des Gegenstands und der Historie der
„Germanischen Neuen Medizin“ von R. G. Hamer
Nach mit Dr. med. Ryke Geerd Hamer namentlich gekennzeichneten
Textbeiträgen im Internet wurde Herr Hamer
1993 geboren. Er studierte Theologie und Medizin und erhielt
mit 26 Jahren die Approbation als Arzt und den Dr.-Grad... |
So schlampig geht es auch im restlichen Gutachtentext weiter.
Da wird die verleumderische Behauptung aufgestellt:
Zitat:
Leider sind auch eine Reihe von
Fällen mit tödlichem Ausgang in Deutschland und Frankreich gut
dokumentiert. Insbesondere im Fall des 25jährigen Sören Wechselbaum,
der an Hodenkrebs erkrankt über ein Jahr Hamers Thesen vertraute,
sind die tödlichen Folgen der Hamer´schen Theorie und des damit
verbundenen Verzichts auf eine schulmedizinische Betreuung gut
dokumentiert... |
Ein Telefonat mit der Staatsanwaltschaft in Leipzig, wie FAKTuell es getan
hat, und der
Gutachter hätte erfahren, dass es keine Ermittlungen gegen Dr. Hamer
gibt. Ein paar
weitere Telefonate, gerade in dem zitierten "Fall" Sören Wechselbaum, und
der Gutachter
hätte herausgefunden, dass der Tod des jungen Mannes nicht zu Lasten Hamers
geht.
Aber weshalb sollte Dr. med. M. Sökler, der Gutachter, seinem Auftraggeber
das Konzept
verderben, indem er sich um Fakten bemüht...
Zitat:
Bei der sog. „Germanischen Neuen Medizin“ von Herrn Hamer handelt es
sich um ein in der
Biographie und Träumen von Herrn Hamer begründetes Theorem ohne
jede wissenschaftliche oder empirische Begründung. Im Gegenteil,
nach heutigem Erkenntnisstand ist die zugrundliegende Grundhypothese
widerlegt. |
Der Erkenntnisstand, den der Gutachter Dr. med. M. Sökler hier postuliert,
gründet sich
auf seine Internetrecherche und Hörensagen. Keiner der praktizierenden
deutschen
NM-Mediziner (Heilpraktiker) wurde von Sökler angesprochen oder gar um eine
Demonstration
der Diagnosepraxis der Neuen Medizin gebeten.
Stattdessen führt Sökler seine Kampagne gegen die Alternative zur
herkömmlichen
Krebsbehandlung, Stahl-Strahl-Chemo, mit unbewiesenen Behauptungen
weiter:
Zitat:
Es sind mehrere Todesfälle von Menschen, die seiner
Theorie vertrauten, gut belegt, die unter schulmedizinischer
Behandlung eine realistische Heilungschance besessen hätten. Deshalb
ist die „Germanische Neue Medizin“ mit allem Nachdruck als
einerseits absurd, andererseits aber bewiesenermaßen gefährlich
zurückzuweisen. |
Die angeblich gut belegten Todesfälle der Neuen Medizin werden natürlich
nicht belegt.
Dafür wird eine Heilungschance durch die Schulmedizin in den Raum gestellt,
die genau
so wenig belegt ist, wie die angeblichen Todesfälle der Neuen Medizin.
Von der noch immer unerträglich hohen Sterblichkeitsrate bei sogenannten
Krebsbehandlungen
durch die Schulmedizin lesen wir in diesem Gefälligkeitsgutachten kein Wort.
Das kann natürlich
auch damit zusammenhängen, dass die Fachkenntnis des Dr. med. M. Sökler in
der schulmedizinischen Onkologie möglicherweise von ähnlicher Qualität ist,
wie bei Hamers Neuer Medizin...
...oder nur am Auftraggeber und seiner Interessenlage.
Zitat:
Ihrer Verbreitung muss mit allen zur
Verfügung stehenden Mitteln – juristisch und auf dem Wege der
Aufklärung – Einhalt geboten werden. Eine Plattform zur
Selbstdarstellung darf ihm und seinen Anhängern nicht geboten
werden. |
Diese Forderung, die sicher den Wünschen der Auftraggeber, Deutsche
Krebsgesellschaft e.V.
mehr entspricht, als den selbst bei solch schlampiger Gefälligkeitsrecherche
vorliegenden
Erkenntnissen des Dr. med. M. Sökler, ist mindestens eine Unverschämtheit.
Nicht so sehr gegenüber dem 70jährigen Dr. Hamer, der in Frankreich im
Gefängnis sitzt,
und sich nicht wehren kann.
Auch nicht so sehr gegenüber den Menschen, die Hamers Neue Medizin verstehen
und praktizieren.
Die sind Widerstände, Verleumdung und Dilettantismus gewohnt.
Aber es ist eine Unverschämtheit gegenüber all denen, die sich ein eigenes
Bild machen wollen, und hinter einem Doktortitel und dem Versprechen
"Gutachten" eine seriöse Bestandsaufnahme vermuten,
ohne zu ahnen, was ihnen wirklich geliefert wird: Eine
dilettantisch ausgeführte Auftragsarbeit für einen
spendenabhängigen Verein.
Zitat:
Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise
durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als
bekehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner
allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von
vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht wird.
Max Planck: Wissenschaftliche Autobiographie, Leipzig, 1928 |
LeseTipp:
Erklärung eines Gutachters
Hintergrund:
Themenseite Dr. Hamer und die Neue Medizin
Reaktionen:
Diskussion zum Thema
| Leserbrief vom 13.07.2005
Sehr geehrter Herr Ray,
zu Ihrem Artikel "Angst um die Pfründe?" - Gutachten gegen die "Neue
Medizin" von Dr. Ryke Geerd Hamer vom 12. Juli 2005 gratuliere ich
Ihnen!
Dieses "Gutachten" ist der absolute Witz. Es gibt darin tatsächlich
einen ganzen Sack voller Vorurteile, anstelle einer sachlichen
Beurteilung aus medizinischer Sicht, z. B. was die Abhängigkeit
zwischen Krebs und Psyche angeht. Die angeführten "Studien", bei
denen es doch mehr um Depressionen geht, beweisen diesbezüglich
überhaupt nichts. Man vergleicht Äpfel mit Birnen.
Der Gutachter hat sich offensichtlich nicht viel mehr mit den
Erkenntnissen Dr. Hamers beschäftigt, als mit "kurzer Lektüre", wie
er selbst schreibt. Peinlich ist dies vor allem deshalb, weil er ja
in seiner Universität Tübingen, sicher Zugriff auf die gesamte
Literatur Dr. Hamers gehabt hätte, u.a. auch auf den Doppelband
"Vermächtnis einer Neuen Medizin".
Wenn ich dann noch sehe, dass Dr. Sökler auf die Sekten-Infoseite
www.AGPF.de verweist, dann
wird mir schon ganz schlecht! Vermutlich hat er sowieso das Meiste
dort abgeschrieben.
Von dort wird nämlich wiederum auf die AIRPLEX-Seite verlinkt, wo
sich Herr Aribert Deckers die Frage stellt,
wie lange ich noch leben werde,
während er mich gleich mal unter den Leuten auflistet, die angeblich
durch Dr. Hamer gestorben sind. Das ist schon makaber.
Er würde sich wohl freuen, wenn er mich – als
ehemaliger Hodenkrebskranker – unter die Toten einreihen
könnte? Darauf wird er aber noch lange warten müssen, denn ich
erfreue mich bester Gesundheit!
Bei einem Gutachten hätte ich eigentlich erwartet, dass sich ein
Mediziner sachlich mit den Erkenntnissen von Dr. Hamer
auseinandersetzt und diese überprüft! Er hätte z. B. einen
Therapeuten der NM bei seiner Arbeit begleiten können.
Er hätte ihn auch ein Schädel-CT auswerten lassen können, bei dem
der Therapeut keine Vorkenntnisse zur Krankengeschichte des
Patienten hat und feststellen können, ob die Diagnose zutreffend ist
oder nicht. Darüber hätte er eine Begutachtung schreiben können!
Aber offensichtlich bestand diesbezüglich doch kein Interesse.
Stattdessen gehen die Verantwortlichen bei der Deutschen
Krebsgesellschaft und bei der Universität Tübingen mit ihrer Methode
des Totschweigens weiter in Richtung Abgrund – zusammen mit
Tausenden von Patienten...
Die "abschließende zusammenfassende Stellungnahme" bringt das Ganze
dann noch auf die Spitze, indem sich der "Gutachter" darauf beruft,
dass "nach heutigem Erkenntnisstand" die "zugrundliegende
Grundhypothese" Dr. Hamers widerlegt sei. Er bezieht sich einfach
auf einen "heutigen Wissensstand", ohne zu belegen, wann und wo
dieser erarbeitet und veröffentlicht wurde und wer dies getan hat.
Die Deutsche Krebsgesellschaft disqualifiziert sich mit diesem
"Gutachten" und erwirbt sich so automatisch eine Mitschuld an der
Erkenntnisunterdrückung. Somit kommt Sie den Erwartungen der
gutgläubigen und auf Heilung hoffenden Patienten nicht nach. Es ist
eigentlich zum Heulen!
Bleibt zu hoffen, dass das Engagement von FAKTuell in Sachen „Neue
Medizin“ Wirkung zeigt und fragenden Menschen eine Antwort gibt.
Vielleicht bekommen dann auch mehr Ärzte den Mut, sich der „Neuen
Medizin“ zu öffnen und diese auch anzuwenden.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Buck - Backnang
www.buck-info.de
|
LeseTipp:
faktor-L. Neue Medizin.
Die Wahrheit über Dr.
Hamers Entdeckung
Krebs und andere heilbare Krankheiten

Mit einer Einführung in die Neue Medizin
von:
Professor Dr. Hans-Ulrich Niemitz
Forum:
faktor-L. de
***
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